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Pate - Teil 3, Der (1990)

Eine Kritik von niklas90 (Bewertung des Films: 9/10)
eingetragen am 29.12.2007, seitdem 688 Mal gelesen


Michael Corleone beginnt in Geschäftsbeziehung mit dem Vatikan zu treten, was sich aber als schwer entpuppt. Er versucht außerdem seine Geschäfte entgültig zu legalisieren, weswegen er seine alten Partner ausbezahlt. Darüber hinaus passt es ihm nicht, dass sein Neffe Vincent (Sonnys Sohn) mit seiner Tochter Mary zusammenkommt. Die Beziehung zu seiner Frau Kay wird auf seine alten Tage wieder enger.
Die Story ist gewohnt stark und vielschichtig, glänzt durch geniale Wendungen und Überraschungen, durch atemlose Spannung und durch ein herrausragendes Finale. Die Charaktere haben sich seit dem zweiten Paten stark weiterentwickelt. Michael ist nun besonnener und agiert mittlerweile wie sein Vater. Er beichtet im Vatikan sogar seine Taten, scheint sie aber nicht zu bereuen, da er alles für seine Familie getan hat. Kay hat immer noch Angst vor ihm, bringt aber ein gewisses Verständnis für seine Taten auf und bemittleidet ihn zum Ende hin. Das Ende schließt Coppolas Epos hervorragend ab. Mary wird erschossen und der gebrochene Michael stirbt auf Sizilien, im Land seiner Väter (was übrigens die letzte Szene ist). Vincent übernimmt die Geschäfte und wird der neue Pate.
Mir ist ehrlich gesagt auch nicht klar, weswegen sich viele Kritiker oder Pate-Fans so über den dritten Teil geärgert haben. Er kommt zwar nicht an die ersten beiden Teile heran, ist aber dennoch spannend. Außerdem finde ich, dass der zweite Teil sehr unbefriedigend endet, weshalb ich den dritten Teil sehr beführworte. Darüber hinaus sind Bild und Ton wesentlich besser als bei den ersten Teilen, da er über ein Jahrzent danach gedreht wurde.
Al Pacino ist wie immer hervorragend in der Rolle des Michael und ist wesentlich besser und erfahrener als in den ersten Teilen. Auch Diane Keaton wirkt erfahrener. Andy Garcia zeigt, dass er nicht nur wegen seines Aussehens als neuer Pate ins Spiel kommt, seine Oscar-Nominierung ist auf jeden Fall gerechtfertigt. Sofia Coppola ist schlecht und hat ihre Himbeere zurecht bekommen, vielleicht war es doch keine gute Idee des Regisseurs, seine eigene Tochter mitspielen zu lassen. Bridget Fonda ist in einer Nebenrolle zu bewundern.
Zusammenfassend ist der Pate- Teil 3 ein würdiges Ende der Reihe und beeindruckt wie die anderen Teile auch durch Hochspannung und größtenteils gute Darsteller. Es ist gut, dass Coppola seinen Epos um einen weiteren Teil verlängerte.


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