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Guts of a Virgin (1986)

Eine Kritik von Schwarz (Bewertung des Films: 3/10)
eingetragen am 29.10.2004, seitdem 655 Mal gelesen


Nach einem Fotoshooting fahren die Fotocrew und die Models nachts durch einen Wald. Aufgrund des dichten Nebels kehren sie in einem scheinbar verlassenen Haus ein, nachdem ihnen ein unbekanntes Wesen vor das Auto lief. Schnell machen sie sich dort breit und sowohl der schmierige Geldgeber wie auch der Fotograf machen sich an die Frauen heran. Unter der Prämisse, groß herauszukommen, lassen die mit sich machen, während aus dem Wald ein dreckbeschmierter Killer naht. Hört sich krude an, ist es aber nur bedingt, das bisschen Story ist für Fans von kranken Cat-3-Sickos nur leidlich bis gar nicht interessant. Über die schlechten Schauspieler braucht man sich noch am wenigsten zu mokieren, da auf die blassen Charaktere ohnehin kein Wert gelegt wurde. Noch schlimmer ist das völlige Fehlen irgendeines Sinnes, außer Regisseur Kazuo Komizu hat es mit seinem Team darauf abgesehen, mit möglichst wenig Aufwand ein spektakuläres Rating einzuheimsen. Ob sich die spärliche deutsche Untertitelung im Original auch so dämlich anhört, entzieht sich meiner Kenntnis, Sätze wie "Er ist groß Gib's mir" sind da sehr beliebt. Der dünne Handlungsverlauf gibt im Grunde auch nicht viel mehr her, denn diverse Fickszenen beherrschen den Film. Ständig werden die Vergewaltigungen so dargestellt, als haben die Frauen dann ja doch Spaß dabei, an Frauenfeindlichkeit ist dieser Mumpitz kaum zu überbieten. Der verdreckte, nackte und durchgehend albern dargestellte Killer ist nur schmückendes Beiwerk und hat ein dürftiges Motiv, er hasst eben "all dieses" (was bitte soll "dieses" sein ?). Im Grunde ist der ganze Schundstreifen darauf ausgelegt, den erwachsenen Zuschauer zu schockieren, was allerdings nicht wirklich gelingt. Was bleibt ist unterstes Bethmann-Niveau eines billigen Sexfilmchens, wobei der Horroranteil verschwindend gering ist und die Goreeffekte, sofern sie denn mal zu sehen sind, zum Abgewöhnen sind, so schlecht sind diese meistens umgesetzt. Die Sexszenen könnten eigentlich für Pornoliebhaber interessant sein, ja wären da nicht die Genitalien weiträumig geblurt, mit einer Ausnahme, die sich bei genauerer Betrachtung als Scherenschnitt entpuppt. Von dem reißerischen Titel sollten sich Freunde von splatterigen Sickos nicht irreführen lassen, hinter dem Etikettenschwindel verbirgt sich viel heiße Luft, bzw. es tropft mehr Sperma irgendwo hin, als Blut. Nur für das Eingeweide-Fisten gibt es einen Extrapunkt.

Fazit: Warum so aufgesetzte Pseudoschocker gedreht werden, ist mir schleierhaft. Funktioniert weder als Rape-Film, noch als Horrorstreifen. Als Porno ebenfalls nicht, also bleibt fast nur die frauenfeindliche Attitüde übrig, die in aller Dümmlichkeit ausgebreitet wird. 3/10 Punkten


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