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Stendhal Syndrome, The (1996)

Eine Kritik von Vampire Girl
eingetragen am 15.01.2002, seitdem 472 Mal gelesen


Argento's erster wirklich schlechter Tag...

THE STENDHAL SYNDROME beweisst das selbst ein Dario Argento nicht unbedingt Garant für gute Filme sein muss. Die Handlung, die Dialoge, alles ist so dermassen lachhaft und blöde, dass man wärend des Anschauens der Versuchung widerstehen muss, sich selbst pausenlos mit schweren Gegenständen zu bewerfen.

Die ähm, Handlung geht folgendermaßen : Asia Argento spielt eine Polizistin die einen Serienkiller/Vergewaltiger verfolgt. Weil sie aber unter dem sog. Stendhal Syndrom leidet, dreht sie jedesmal durch, wenn sie sich ein Gemälde zu sehr anschaut. Eine der wenigen guten Szenen zeigt Asia regelrecht in einem Bild versinken. Leider geht alles bergab, wenn der Rest der Geschichte ins Rollen kommt : Der Serienkiller ist so ziemlich der nervigste und langweiligste Serienkiller der jemals gefilmt wurde. Er labert während des ganzen Filmes NUR Müll, wie er es schafft, der Polizei so lange zu entgehen ist ein Rätsel. Wiso hat er Asia nochmal ausgesucht sein was-weiss-ich-was zu sein? Ach so ja, "Weil er die Kunst genauso liebt wie ich"-O-Ton Asia! Sein sinnloses Gelaberer von wegen "schönes Wetter heute" (oder so irgendwie) macht ihn auch nicht gerade glaubwürdiger.

Dann die Dialoge: Stellt euch vor eure Freundin/Freund wird vergewaltigt. Sie kommt nach Hause und das erste was ihr tut, ist, sie auf Sex anzusprechen ( und dieser Dialog ist noch wesentlich besser als das was darauf folgt!). Asia's Psychater ist, von seinen Behauptungen dass alles was Asia passiert völlig normal ist, nicht unbedingt eine große Fachkompetenz. Der Rest der Handlung ist völlig Banane, so wird z.B. gezeigt wie sich Asia eine halbe Ewigkeit bei Ihrer hoffnungslos unterbelichteten Familie erholt. Das addiert absolut nix zu dem Film, außer das man Asia nicht unbedingt ihr restliches Verhalten verübeln kann.

Trotz allem, was an diesem Film zum Himmel stinkt, sind Argento ein paar gute Szenen gelungen wie z.B. der Tod des ersten Opfers. Auch die Szene wo Asia sich ein paar Pillen reinwirft ist klasse, man sieht den Vorgang vom Standpunkt der Pillen aus! Das Ende ist auch nicht von schlechten Eltern obwohl es verdammt lange dauert, bis man endlich dort ankommt (und man sich in der Tat fragt, ob die Polizei wirklich den richtigen Schuldigen wegschleppt...)

Eindeutig der bisher langweiligste und schwachsinnigste Film den Argento je gemacht hat, aber für Fans wegen der erwähnten Pluspunkte trotzdem ein "must-see".


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