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Fear and Loathing in Las Vegas (1998)

Eine Kritik von Johnny_Mnemonic2003 (Bewertung des Films: 2/10)
eingetragen am 24.01.2006, seitdem 1290 Mal gelesen


Viele Leute sind der Meinung, dass dieser Film einer der lustigsten Filme sei, den es gibt. Jedoch fällt es mir sehr schwer dies nachzuvollziehen. Es heisst, dass die Situationskomik des Filmes ihn so besonders macht (katastrophale Hotelzimmer, total zugedröhnte Charaktere, verwirrende Monologe...).

Aber es gibt eine Frage die Mann sich als Zuschauer bei jedem Film stellen sollte: Was ist die Aussage des Films?

Dieser Film hat gar keine. Es ist eine bloße Nacherzählung des gleichnamigen Buches aus den Sechziger bzw. Siebziger Jahren, worin es um zwei zugedröhnte Menschen geht, die nichts Anderes auf ihrer Fahrt nach Las Vegas unternehmen oder tun, außer sich die Birne mit allen auf der Welt existierenden Drogen voll zu dröhnen.

Es gibt gar keine logische Handlung, Dialoge sind zum größten Teil (zu fast 95%) sinnlos und unbedeutend und die von mir beschriebene "Situationskomik" geht einem nach mindestens 10 Minuten gehörig auf den Senkel.

Es meinte jemand aus meinem Freundeskreis der Film hätte einen Sinn und zwar würde er "die Freiheit zweier Amerikaner zur damaligen Zeit" gekonnt und authistisch darstellen, da die beiden Charaktere von Johnny Depp und Benicio del Toro mit jedem Blödsinn davonkommen.
Man fasse diesen Standpunkt kurz zusammen:
Die zwei haben alle Arten von Drogen im Auto und werden nicht erwischt.
Sie klauen ein Auto und werden wiederrum nicht erwischt.
Sie demolieren zig Zimmer in Las Vegas, zerstören das Leben einer Minderjährigen, bedrohen andere Menschen, benehmen sich verrückt und unkoordiniert und kommen davon.
Mit anderen Worten: keine Spannung, eintöniger "Handlungsstrang".

Zudem finde ich, dass die Art und Weise wie man sich mit dem Thema Drogen auseinandersetzt, völlig verharmlost wird. Die härtesten Drogen, die die Hauptdarsteller haben werden nicht als gefährlich sondern vielmehr als ein harmloser Spaß eingestuft, der eigentlich keine Auswirkungen auf den menschlichen Körper hat. Die zwei Charaktere benehmen sich nämlich am Anfang des Films verrückter als gegen Ende, wodurch der Eindruck erweckt wird, dass drogen harmlos sind. Der Film ist weniger Abschreckend als vielmehr glorifizierend in dieser Hinsicht.

Meiner Meinung nach beschränkt sich der Film nur, aber auch wirklich nur auf seine Situationskomik, die wie schon erwähnt einem auf Dauer auf den Senkel gehen kann, wenn nichts spannendes, action- geladenes, mysteriöses, gefühlvolles oder anderweitig unterhaltendes in diesem Film auftaucht.

Ich vergebe daher nur einen Punkt für die Komik und noch einen Punkt für die Effekte, die während des Drogenrausches den Blick Johnny Depps darstellen.
Daher 2/10 Punkten.

Johnny Depps Leistungen enttäuschen mich sehr in diesem Film. Im Vergleich zu seinen Leistungen in "Edward mit den Scherenhänden", wo er eine mysteriöse und zugleich romantisch-tragische Figur spielt, oder in "Fluch der Karibik", wo er den unterhaltenden und zugleich wortgewandten Piraten spielt, würde ich sagen ,dass seine Rolle in Fear and Loathing die schlechteste war, die ich je gesehen habe.


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