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Fear and Loathing in Las Vegas (1998)

Eine Kritik von c.funke (Bewertung des Films: 10/10)
eingetragen am 04.09.2009, seitdem 252 Mal gelesen


Fear And Loathing In Las Vegas
(Director’s Cut)
(Universum Film) 

Über den mittlerweile zum Klassiker aufgestiegenen Film
Fear And Loathing In Las Vegas von Regisseur Terry Gilliam (Twelve Monkeys, Brazil) muss nicht mehr groß berichtet werden. Inhaltlich dreht es sich um den Autoren Hunter S. Thompson (im Buch und Film wird er Raoul Duke genannt, der damals ein Magazin einen Bericht über das  Off-Road-Rennen Mint 400 in der Wüste bei Las Vegas berichten soll. Begleitet wird er dabei von seinem skurrilen Anwalt Dr. Gonzo. Da die Priorität der Beiden jedoch nicht auf einen gut recherchierten Artikel, sondern mehr bei einem übermäßigen Konsum diverser berauschender Substanzen liegt, entwickelt sich der Auftrag recht schnell zu einem nicht mehr überschaubaren Trip in den eigenen und gesellschaftlichen Wahnsinn.
Fear And Loathing In Las Vegas ist dabei weniger eine offene und humorvolle Beschreibung eines ausufernden Drogenkonsums als mehr eine grandiose und tiefgehende Abrechnung mit der Hippie – Generation (wir schreiben das Jahr 1971) und eine radikale Sezierung des American Way of Life! Hier wird der Wunsch deutlich, durch den Drogenkonsum zurück in die glücklichste Zeit des/seines Lebens zurückzugelangen, und bei diesem Versuch zu scheitern.
Hunter S. Thompson (der sich im Jahr 2005 das Leben nahm) wird in der Verfilmung von Johnny Depp verkörpert, welcher mit dem Autor auch eng befreundet war. Dr. Gonzo wird dargestellt durch Benicio Del Toro dargestellt. Neben diesen beiden Hauptdarstellern gelang es Gilliam aber noch, eine Reihe prominenter Schauspieler (zum Beispiel Christina Ricci, Ellen Barkin, Flea, Tobey Maguire, usw.) in zum Teil sehr kleinen Nebenrollen oder Cameos auftreten zu lassen (selbst Thompson selber tritt an zwei Stellen im Film auf).
Eigentlich ist die bisherige Verfilmung des als eigentlich unverfilmbar geltenden Buches als perfekt zu bezeichnen. Jedoch ließ sich bei einer Auswertung durch das amerikanische Label Criterion diese einen speziellen Directors Cut vom Regisseur anfertigen, welche zwei zusätzliche Szenen enthielt, die zum Teil nur in einem Trailer oder gekürzt zu sehen waren. Diese Version erschien erst letztes Jahr in Deutschland auf Blue Ray, und nun auf DVD. Im Bonussektor sind hier neben Interviews und B-Roll plus Trailer noch Deleted Scenes enthalten.
Fear And Loathing In Las Vegas ist nicht nur ein Kultfilm, sondern viel mehr ein Klassiker unter den Generationsbetrachtenden Filmen. Genial aufgelegte Darsteller und eine überbordende Handlung machen diesen Film nahezu unvergleichlich. 

„Der, so sich zum Tier macht, befreit sich von dem Leid, ein Mensch zu sein.““– Dr. Johnson 

CFS


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