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Herrschaft des Feuers, Die (2002)

Eine Kritik von LivingDead (Bewertung des Films: 5/10)
eingetragen am 13.05.2007, seitdem 222 Mal gelesen


Dass es viel zu wenig Filme gibt, in denen klassische Monster auftreten, die nichts weiter wollen als Tod und Zerstörung, ist leider Tatsache. - So sind es doch gerade diese Filme, die die Lieblingsgenres des Publikums zusammenfassen: Action und Horror. „Jurassic Park" und „Godzilla" haben dies eindrucksvoll bewiesen. - Höchstens in dem unübersichtlichen Markt der B- und C- Filme tummeln sich immer wieder einen Haufen solcher Horrorstreifen, die jedoch durch das geringe Budget eher billig - trashig geraten und nur durch ihre unfreiwillige Komik zu unterhalten vermögen. Umso löblicher ist es, dass der unbekannte Rob Bowman („Akte X"; „Elektra") die Chance beim Schopf packt und in seinem Film die guten, alten Drachen zum Leben erweckt und ein Endzeitszenario par Excellenze entwirft: Die Drachen sind böse, die Männer rau und hart, und die Welt komplett zerstört... Eigentlich sind die Voraussetzungen bestens, um sich an einem unterhaltsamen Actionabend zu frönen. Doch leider zu früh gefreut... Woran hat's gelegen?

Der erste Fehler, den Bowman macht ist schlicht und ergreifend das seltene Auftreten der Drachen. Über die Laufzeit verteilt kommt es de Facto vielleicht vier bis fünf Mal zu echten Angriffen derselbigen. Für einen Film mit voller Laufzeit einfach viel zu wenig. Wenn man einen Drachenfilm ansieht, dann möchte man schließlich auch Drachen sehen...
Der zweite Fehler, den Bowman macht, ist, dass wenn die Drachen dann doch einmal angreifen, kommt die Action viel zu kurz. Der Drache fliegt einmal über die Personen hinweg, sprüht Feuer, und das war's. Dass dies auch besser geht, zeigt sich leider erst viel zu spät im Showdown, wenn der Drache auch mal länger als zwei Sekunden am Stück gezeigt wird.
Der dritte gravierende Fehler ist die Story selbst. Natürlich handelt es sich um einen Film, der Action und Special Effects in den Vordergrund stellen möchte... aber er tut's ja nicht. Also sollte man doch wenigstens davon ausgehen, dass die Story funktioniert. Doch auch hier stößt man auf Granit, denn das Drehbuch strotzt nur so vor Logiklöchern und die Handlung wirkt zuweilen arg konstruiert und damit unfreiwillig komisch. Für einen Streifen, der ein ernsthaftes düsteres Endzeitszenario entwerfen möchte, sollte dies der Todesstoß sein.

Doch bei all der harschen Kritik, gibt es auch viele gelungene Aspekte, denn Rob Bowman ist ein absolut solider Regisseur und schafft es, das Auftreten der Drachen so bedrohlich wie möglich erscheinen zu lassen. Vor allem das äußerst gelungene Setting, welches die Endzeitstimmung adäquat rüberbringt, trägt sehr dazu bei. Oftmals blickt die Kamera zum Horizont, und man erwartet regelrecht, dass jeden Moment ein riesiger Drache aus den nebeligen Bergen auftaucht und zum nächsten Angriff ansetzt.
Auch die beiden Hauptdarsteller Christian Bale und Matthew McConaughey hätten nicht besser gewählt sein können, wenn auch ihr Auftreten zum Teil übertrieben maskuline Züge annimmt, und man sich als Zuschauer ein Grinsen nur schwerlich verkneifen kann. Doch auch sie schaffen es beileibe nicht, das Drehbuch besser dastehen zu lassen, als es ist.
Was bleibt ist eine Mischung aus Science- Fiction und Action, die leider viel zu weit hinter ihren Möglichkeiten zurück bleibt.
5/10


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