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After Earth (2013)

Eine Kritik von (Bewertung des Films: 3 / 10)
eingetragen am 13.06.2013, seitdem 881 Mal gelesen



So kann man natürlich auch kostenlose Werbung für einen Film veranstalten. Im Vorfeld gab es heftige Debatten, ob der Film ein Action-Blockbuster oder doch eher  Scientology-Propaganda darstellt, da man (wenn man es will) viele Parallelen zu der Scientology-Lehre sehen kann: Das oberste Ziel: Die Angst besiegen, das "Auditing", keine Angst (Gefühle) zeigen usw. Blabla. Außerdem ist Will Smith gut mit Tom Cruise befreundet, hat hier und da schon viel Schotter für Scientology-Stiftungen gespendet - nur bekennt er sich nicht offen zu ihnen.Ehrlich gesagt interessiert das mich persönlich wie kalter Kaffee, wenn ich mir einen Film anschaue. Um es nett auszudrücken: Sollen alle dran glauben, an was sie wollen.

Unsere Erde ist also seit knapp tausend Jahren unbewohnbar. Die Menschen leben auf dem fernen Planeten Nova Prime. Jedoch sind sie dort der ständigen Gefahr von Aliens ausgesetzt, die zwar weder sehen noch hören können, aber den Geruch der menschlichen Angst wahrnehmen und somit viele Menschen dadurch töten. Nur wenige Menschen haben es gelernt, sämtliche Gefühle und vorallem ihre Ängste zu unterdrücken. Diese Leute nennt man Ranger - eine Art Elitesoldat. Einer davon ist General Cypher Raige (Will Smith), der zwar zu den größten Helden der Rangers zählt, aber durch sein großes Arbeitspensum ein schlechtes Verhältnis zu seinem Sohn Kitai (Jaden Smith) hat: Er behandelt ihn wie einen Rekruten und nicht wie seinen Sohn. Aus Liebe zu seiner Ehefrau nimmt Cypher seinen Sohn auf eine Trainingsmission mit, um das Verhältnis etwas aufzulockern. Durch einen Crash mit Kometenbröckchen gelangt man in letzter Sekunde durch ein Wurmloch und stürzt auf die Erde ab, bei der die ganze Crew stirbt. Lediglich der stark verletzte Cypher und sein Sohn haben den Absturz überlebt.
Cypher ist nun auf die Fähigkeiten seines Sohnes angewiesen - die Fähigkeiten, die er immer angezweifelt hat.


 Nach den Trailern konnte man stark davon ausgehen, dass wir hier wirklich  einem Science-Fiction-Kracher bekommen werden, aber nach der Sichtung sieht die Wahrheit eben anders aus.Nach einem halbgaren Intro, das auf die neue Welt (wie wir in Zukunft leben könnten) fast gar nicht eingeht, folgt eine kurze Vater/Sohn-Charakterstudie, bis es auf das Raumschiff geht. Warum dieser Part eigentlich das Familienverhältnis verbessern soll, wissen nur Dichter und Denker und Richter und Henker. Zumindest kann man dort  noch von den anderen Besatzungsmitgliedern einiges an Dialogen und Atmosphäre mitnehmen, bevor es Richtung Erde geht.


Tja, man kommt aus dem Staunen nicht mehr raus und  was soll man groß dazu sagen: Man sieht, wie sich die Natur die Erde in den tausend Jahren zurückerobert hat und ansonsten ist tote Hose angesagt. Die Vater/Sohn-Charakterstudie steht im Vordergrund (der alte Smith steht mit den jungen Smith immer in Funkkontakt), und bis auf ein paar heikle Survival-Passagen mit den Ungeheuern aus dem Urwald gibt es storymäßig nichts zu holen. Da kann man sich auch auf den Dritten die Tier-Dokus ansehen, die zwar nicht so viel bombastische Grafik mitbringen, aber um einiges unterhaltsamer sind wie "After Earth". Die Weiterentwicklung der Story wirkt arg an den Haaren herbeigezogen und wird gegen Ende sogar schon nahezu albern.

Ich will jetzt auch gar nicht auf dem Punkt rumreiten, dass Will seinen Sohn Jayden nach "Das Streben nach Glück" (2006) zum zweiten Mal in einem Film untergebracht hat. Doch gerade in Hinsicht in dieser Story-Konstellation, die mehr Drama und Naturdoku als Science-Fiction ist, fühlt sich das "Familienverhältnis" sehr sehr komisch an.
Dabei hätte man aus dieser Ausgangslage so viel rausholen können, aber es scheitert an der spannungsfreien und nicht wirklich interessanten Story. Ich bitte euch, Ladies and Gentleman, wer will denn so eine verkappte Vater/Sohn-Drama-Story sehen in einem Science-Fiction- oder Endzeitfilm? Nicht, dass es immer Krach, Bumm, Peng machen muss, aber das hier war nix. In spätestens zwei Jahren weiß kein Mensch mehr, wenn ich ihn danach frage, was er von dem Film"After Earth" gehalten hat. Solgange hält das Gedächtinis diesen Weltraumschrott gar nicht fest.

Ich sag mal ganz dreist, dass "Sixth Senth"-Regisseur M. Night Shyamalan mit seinem Fantasyepos "Die Legende von Ang" schon einen formidablen Flop hinlegte. Aber "After Earth" sprengt da wirklich neue Dimensionen.

3/10


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