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After Earth (2013)

Eine Kritik von (Bewertung des Films: 4 / 10)
eingetragen am 06.09.2013, seitdem 949 Mal gelesen



Mit dem indischen Filmemacher M. Night Shyamalan geht seit einigen Jahren auf und ab, wobei er im vorliegenden Fall nicht an der eindimensionalen Geschichte Schuld ist. Diese beruht auf einer Idee von Will Smith, welcher hier zum zweiten Mal mit seinem Sohn Jaden vor die Kamera tritt. Und damit tun sich beide absolut keinen Gefallen.

Vor rund 1000 Jahren kollabierte die Erde, die Menschheit lebt seither auf dem Planeten Nova Prime, wo Aliens fiese Kreaturen auf die Menschen loslassen, welche ihre Opfer aufgrund ihrer Angst aufspĂŒren. Als ein Raumschiff auf der Erde notlandet, ĂŒberleben lediglich Cypher (Will Smith) und sein Sohn Kitai (Jaden Smith), der nun die Aufgabe hat, einen Notfallsender vom abgetrennten Heck des Raumschiffes aufzuspĂŒren. Problematisch nur, dass dieser rund 100 Kilometer von ihrem Standort entfernt ist und Cypher aufgrund einer schweren Beinverletzung seinem Sohn Anweisungen bei der Expedition geben muss...

Wenn die Erde nach tausend Jahren Abwesenheit durch den Menschen wieder so urig und farblich satt aussieht, sollte man in der Tat ĂŒberlegen, auf einen fernen Planeten umzusiedeln.
Allerdings ist die Gestaltung der fernen Galaxie nicht sonderlich kreativ ausgefallen, die Ausstattung wirkt spÀrlich, fast minimalistisch, wobei nur wenige Szenen auf Nova Prime stattfinden.

Im Vordergrund steht natĂŒrlich das VerhĂ€ltnis zwischen Vater und Sohn. Beide sind traumatisiert vom Tod Kitais Schwester, an dem er sich die Schuld gibt. Nun will Kitai es seinem Dad zeigen, indem er in die Fußstapfen des angesehenen Rangers tritt und in der Wildnis mit Gorillas, einem riesigen Adler und Löwen fertig werden muss.
Wie die visuelle Übertragung (Dad teilt im Wrack denselben Blick wie sein Sohn draußen) funktionieren soll, erschließt sich zwar nicht, doch im ersten Drittel sorgt dies zumindest in AnsĂ€tzen fĂŒr kleine spannende Einlagen.

Die Landschaften mit dicht bewachsenen RegenwĂ€ldern, tiefen Schluchten, Vulkanen und reißenden FlĂŒssen vermögen im Kontext einer sehr variablen Kamera durchaus zu punkten, doch mit nur zwei Protagonisten, welche sich zudem darstellerisch komplett unter Wert verkaufen, funktioniert die Geschichte nur leidlich. Jaden Smith fehlt schlichtweg die PrĂ€senz, um so eine Rolle zu stemmen, wĂ€hrend Will Smith zwar einen von Angst befreiten Typen spielt, dabei jedoch vergisst, dass es eventuell auch noch andere Regungen gibt. Emotionen finden sich genauso wenig, wie humorvolle Einlagen, denn die ErzĂ€hlung nimmt sich jede Sekunde todernst.

Und so tun sich spÀtestens ab Mitte der Story deutliche LÀngen auf. Die flache Geschichte wird unkreativ abgespult, Höhepunkte finden sich dabei keine und auch der Showdown impliziert einige Logiklöcher, welche bereits zuvor an einigen Stellen auftauchten.
Ein paar gefÀllige Kulissen und einige wenige Actioneinlagen reichen da bei weitem nicht aus, wenn eine Figur lediglich Anweisungen gibt und die andere durch die Gegend lÀuft, ohne dass irgendwann eine lebensgefÀhrliche Situation glaubhaft transportiert wird.

Im Endeffekt wirkt der Streifen in vielerlei Hinsicht desinteressiert: Regie, Drehbuch, Figuren, Emotionen, Dramaturgie, - alles auf Sparflamme und ohne ersichtlichen Ehrgeiz, aus dem vorhandenen Potential etwas besonders zu basteln. 130 Millionen Dollar hat der Streifen gekostet, anzusehen ist ihm das in seiner Gesamtheit kaum bis gar nicht.
4 von 10


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