Eine Kritik von mourner (Bewertung des Films: 7/10) eingetragen am 14.07.2011, seitdem 178 Mal gelesen
Anfangs weht der kalte Nebelhauch seeliger Hammer Productions-Tage durch klamme Kellergewölbe. Schon bald gesellt sich ein abenteuerlicher Touch der Marke "Die Goonies" dazu, der gegen Ende des Films immer mehr in Richtung Disney abdriftet.
Der Film ist sich selbst also nicht umbedingt die ganze Zeit über treu. Allen Vergleichen, die man ziehen kann ist aber eines gemeinsam, nämlich ein hoher Unterhaltsamkeitsfaktor. So kann man "The Monster Squad" ganz sicher nicht als Langweiler bezeichnen. Mit nicht mal 80 Minuten Laufzeit geht dem Film zu keiner Zeit die Puste aus und er hält ein recht ansehnliches Tempo durch.
Die Gags sitzen jedoch nicht alle so, wie sie sollten, um einen ganz großen Spaß aus diesen monsterjagenden 12-jährigen zu machen. Die Klasse der Goonies wird leider zu keinem Zeitpunkt erreicht. Dennoch ist ein Schmunzelfaktor fast durchgehend gegeben, so dass man durchaus sagen kann, dass der Film gute Laune verbreitet.
Hauptursache dafür, dass dieses nette kleine Filmchen nicht schon längst der Vergessenheit anheim gefallen ist, ist ein Mann, der nicht hinter den Kulissen die Fäden gezogen hat, der nicht hinter der Kamera stand oder das Drehbuch verfasst hat. Wer das wohl sein könnte? Richtig, ein Maskenbildner (ich nenn es jetzt der Einfachheit halber so), aber nicht irgend einer, sondern niemand anderer als der Große Stan Winston. Hier hat er einmal mehr alle Register seines Könnens gezogen und uns wunderschöne Monster beschert. Egal, ob Werwolf, Frankensteins Monster, die Mumie, die Kreatur aus der Lagune oder bloße Skelette - sie sehen alle fantastisch aus! Die tolle Bildqualität des von X-Rated remasterten Films tut ihr übrigens dazu bei, dass man mit "The Monster Squad" einfach Spaß hat. Ein bisschen weniger kindgerecht hätte dieser harmlose Fantasy-Spaß aber schon ausfallen dürfen, da so von Horror trotz der erwähnten Charaktere leider nicht die Rede sein kann.
Durch und durch familientauglich ist der Film also ausgefallen - ähnlich wie der gestern besprochene "Hilfe, meine Mutter ist ein Werwolf". Aufgrund des höheren Tempos und der besseren Gags, v.a. aber des tollen Looks von Film und Monstern hat die Monster Squad die Nase aber klar vorn und bringt es auf knappe 7 Punkte.
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