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Super Mario Bros. (1993)
Eine Kritik von Kiste (Bewertung des Films: 5/10) eingetragen am 26.07.2011, seitdem 164 Mal gelesen
Mitten in Brooklyn entdeckt die Dinosaurier-Forscherin Daisy Reptilienknochen, aber leider ist die Ausgrabungsstätte seit Tagen überflutet. Doch zum Glück können ihr zwei Klempner - die Mario Bros.! - helfen. In dem Moment, als die Klempner Mario und Luigi das Problem beseitigen wollen, wird Daisy vor ihren Augen in einen Tunnel entführt. Sofort nehmen die beiden die Verfolgung auf und landen plötzlich in Dinohattan, einer Paralleldimension, die von Dinosauriern regiert wird. Herrschen tut der böse Koopa, der Daisy wegen eines magischen Edelsteins kidnappen ließ. Daisy zu befreien, ist das oberste Ziel der Mario Bros. und glücklicherweise bekommen sie Hilfe von Yoshi. Doch die Festung Koopas zu stürmen ist nicht leicht, wird er doch von den Goombas beschützt.
Ob die Nintendo Jungs, die einstmals ein kleines Jump´n ´Run Spiel kreierten, wohl eine Vorstellung davon hatten, das selbst ca 30 Jahre später noch beinahe jeder, der mal entfernt mit Videospielen Kontakt hatte die beiden italienischen Klempnerbrüder Mario und Luigi, kennt. Keine Frage das bei dem Fanpotential auch die Filmemacher einen schnellen Dollar witterten und sich via Kino am großen Reibach beteiligen wollten.
Das Ergebnis dieser Überlegungen ist allerdings eine ziemlich über- und abgedrehte Geschichte über Dinosaurier, Pilzkulturen, Paralleluniversen, Prinzessinenkidnapping, Meteoritensplitter und extrem häßlicher Frisuren. Das ist selbt für eine Fantasykomödie wie hier ziemlich schwer zu schlucken und einigermaßen logisch unter einen Hut zu bringen ist. Und so verheddert sich das Konstrukt auch prompt in einer recht halbgaren Mischung diverser Genres.
Als komödie ist das ganze irgendwie relativ humorlos, der Film bietet zwar einige lichte Momente (komischerweise konnte ich mich über die schunkelnden Elitewachen herrlich amüsieren), aber die Mehrheit der spärlichen Jokes ist einfach zu kindisch (Babybombe oder der Hausdino a la Flintstones), als Fantasyfilm gibts zwar nette Kulissen und Sets zu bewundern, aber Fans dieses genres werden sich ob der Spässken auch eher langweilen. Irgendwie sitzt Super Mario Bros. ein wenig zwischen allen Stühlen und wie im realen Leben fällt man da mittendurch mit dem Poppes auf den Boden.
Zudem fehlte mir auch ein wenig die Jump´n ´Run Komponente quasi die Grundlage des Helden mit dem Charakterschnauzer, die so gut wie gar nicht in der Handlung berücksichtigt wurde. Die Story könnte genauso gut "die Trottel Bro´ in Dinoland" heißen können. Immerhin konnte man einen ziemlich prominenten Cast zusammentrommeln, der sich auch nach allen Regeln der Overactingkunst, besonders Dennis Hopper ist hart an der Grenze zum klamauken, was natürlich auch durch seine, naja eher unvorteilhaftem Haarschnitt liegen kann. Eher verschenkt ist leider der vielleicht einminütige Auftritt von Lance Henriksen.
Ganz so schlecht wie viele sagen ist Mario Bros. dann auch nicht geworden. Vielleicht liegts auch daran das ich früher mehr C64 als die Nintendo Spiele gezockt habe und nicht wirklich mehr weiß inwieweit dieser Film den Geist des Spiels wiederspiegelt. Als harmlose Komödie kann man sich das ganze schon mal anschauen.
5/10
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