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Citizen Kane (1941)

Eine Kritik von Ermin (Bewertung des Films: 10/10)
eingetragen am 21.01.2008, seitdem 285 Mal gelesen


Citizen Kane, eins der bedeutendsten Filme aller Zeiten wurde so oft parodiert und kopiert, aber nie übertroffen. Selbst die Macher der Simpsons haben sich etliche Male für ihre Gags von dem Erstlingswerk von Orson Welles bedient. Die Schlusssequenz von Indiana Jones basiert auch auf Citizen Kane. Ich könnte noch zig andere Beispiele aufzählen. Das alles zeigt die Wichtigkeit des Films für die Filmindustrie.

Charles Foster Kane (gespielt von Orson Welles), der Medienmogul schlechthin liegt im Sterben. Sein letztes Wort, das er gesagt hat ist „Rosebud“. Doch damit kann niemand etwas anfangen. Ein Journalist begibt sich auf die Suche, die Bedeutung von „Rosebud“ herauszufinden. In den nächsten 100 Minuten wird dem Zuschauer das Leben des C.F. Kane vorgestellt und das Geheimnis von „Rosebud“ gelüftet.

Orson Welles, der die Hauptrolle übernommen hatte, führte bei Citizen Kane Regie, schieb das Drehbuch und produzierte auch gleich den Streifen. Als Belohnung winkten ihm 4 Oscar Nominierungen (Hauptrolle, Drehbuch, Regie und Film). Ein 25-jähriges Genie, der neben ein paar Kurzfilmen mit richtigen Filmen wenig am Hut hatte. Er machte mit der Rundfunkversion von Krieg der Welten auf sich aufmerksam, mit der er die amerikanische Nation das Fürchten lehrte. 2 Jahre später folgte Citizen Kane, mit dem er Neuerungen einführte, die es davor so nicht gab. So z.B. wird dem Zuschauer am Anfang des Films gleich das Ende präsentiert. Ein Novum in der Filmgeschichte. Später (wie z.B. bei Sunset Boulevard) bedienten sich die Regisseure dieser Erzähltechnik. Mit dem Einsatz von Schärfentiefe oder den Weitwinkelobjektiven läutete Welles die Revolution im Filmgeschäft ein.

Neben den ganzen Innovationen im Filmgeschäft kam noch die Auflösung von „Rosebud“. Eins der besten Szenen und die beste Auflösungen eines Plots, die ich bis heute gesehen habe. So einfach und so brilliant. Mit seinem Reichtum konnte Kane sich alles kaufen, seine Kindheit und sein „Rosebud“ jedoch nicht. Oder anders gesagt: Was für Kane sein Rosebud ist für Charles Montgomery Burns sein Bobo.

Für jeden Cineasten ist Citizen Kane Pflichprogramm!


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