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In tödlicher Mission (1981)

Eine Kritik von Repoman (Bewertung des Films: 9/10)
eingetragen am 25.03.2008, seitdem 376 Mal gelesen


"James Bond - In tödlicher Mission" ist kurz gesagt, der wegweisende und spektakuläre Auftakt zu den Bond-Filmen
der 80er Jahre.

Natürlich ist es nicht einfach, bei der Menge an Verfilmungen
und der Vielzahl an unterschiedlichen Bond-Darstellern einen
Bond-Film objektiv zu bewerten, da verständlicherweise die
Meinungen darüber weit auseinandergehen; vor allem sind
die Filme auf ein bestimmtes Konzept ausgelegt, das mit
anderen Filmen nicht verglichen werden kann:

Die Drehorte an Originalschauplätzen, attraktive Frauen,
ein scheinbar unbezwingbarer Gegner,
aufwendige Action und Sets...

Was sich bei "In tödlicher Mission" im Vergleich zu den
Filmen der Moore-Reihe aus den 70ern positiv auswirkt,
sind mehr Härte und Realismus, dafür weniger Gimmicks
und Humor.
Auch in Bezug auf die Story hat man sich hier auf eher
bodenständiges Terrain begeben:

Das Auffinden eines geheimen Lenkraketencomputers
auf einem gesunkenen Frachter führt James Bond
nach Griechenland, wo Bond Unterstützung von Melina
Havelock erhält, deren Eltern bei der Operation ermordet
wurden. Das gemeinsame Interesse verbindet sie im
Kampf gegen die Täter.

Bond-Girl Carole Bouquet wird hier eine bedeutendere
Rolle als wie üblich zugedacht; als dunkelhaarige Schönheit
bewaffnet mit einer Armbrust stellt sie im Einsatz mit 007
mehr als nur eine gute Figur dar, was dem Film einen
zusätzlichen Aspekt verleiht.

Julian Glover als Kristatos stellt einen charismatischen
und glaubwürdigen Gegner dar, auch in den Nebenrollen
gibt es einige interessante Darsteller zu sehen.

Die Action oder vielmehr die Verfolgungsjagden, aus dem
der Film mehrheitlich besteht, sind spannend,
abwechslungsreich und professionell inszeniert,
was man gleichermassen von den Schauplätzen behaupten
kann: Korfu, Griechenland bietet schöne Unterwasserszenen
Cortina, Italien stimmungsvolle Schneelandschaften.

Gewalt wird hier im Vergleich zu früheren Filmen ernster
und dramatischer dargestellt, das einiges zu dem Stil
beiträgt, die besonders die Filme "Der Hauch des Todes"
und "Lizenz zum Töten" kennzeichnen.

"In tödlicher Mission" ist von Anfang bis Ende ein gross-
angelegtes Abenteuer, das nicht nur mit Action, schönen
Frauen, gefährlichen Gegnern und tollen Schauplätzen
aufwarten kann, sondern auch mit einer sehr spannenden
Szene, die Erklimmung eines Bergklosters, das sozusagen
den Höhepunkt des Films darstellt.

Roger Moore ist vielleicht nicht der beste Bond-Darsteller,
aber "In tödlicher Mission" ist sicher sein bester Film aus
der Reihe, da sich die Komik in Grenzen hält, das Bond-Girl
mehr als nur ein nettes Beiwerk ist, und die Action, Gewalt,
Dramatik und Spannung zu mehr Realismus tendiert.


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