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Sympathy for Mr. Vengeance (2002)

Eine Kritik von filmhund (Bewertung des Films: 6/10)
eingetragen am 09.06.2007, seitdem 732 Mal gelesen


Ein zutiefst deprimierender Film, intensiv, traurig und fies.

Man fragt sich schon, welche Gedanken den Autor des Drehbuchs verfolgten, um eine so unglaublich düstere Vision zu kreieren.

Wie sehr viele moderne asiatische Dramen arbeitet der Film hauptsächlich mit langen, unbewegten Einstellungen und recht konsequent durchgezogenen Stilmitteln (Die Sicht des Taubstummen mit dumpfem Ton und die etwas unnötigen untertitelten Sequenzen).

Die Geschichte ist eigentlich zu deprimierend, um eine volle Lauflänge zu überzeugen, doch dadurch, dass die Geschichten zweier verzweifelter Menschen erzählt wird, verliert man nicht das Interesse.

Die Kameraführung ist sehr stilsicher und betont das hinterlistige Drehbuch gemeinerweise noch durch seine nüchterne und klare Darstellung.

Die Schauspieler sind sehr gut und ihre Gesichter sollte man sich für die Zukunft merken.

Eskalation der Gewalt, menschliche Grausamkeit und Pech in der schlimmsten Form sind Inhalt. Die Gewaltdarstellung ist an einigen Stellen sehr drastisch und manchmal ist man froh, dass nicht alles gezeigt wurde.

Der Regisseur konnte danach leider nicht mehr wirklich überzeugen. Die direkten Fortsetzungen "Old Boy" und "Lady Vengeance" waren zwar stilistisch überzeugend, verließen sich aber zu sehr auf ihre Vorgabe und waren eher weit hergeholt. Und seine Episode der Sammlung "Three...Extremes" war sogar miserabel und nur auf den sadistischen Effekt bedacht.

Besonders gelungen sind hier die Szenen am Fluss, die man so schnell nicht mehr aus dem Gedächtnis bekommt.

Als Negativum muss man einfach anmerken, dass der Streifen zu deprimierend und "gemein" ist, auch für den Zuschauer, der keinen Moment den Film wirklich genießen darf. Das wäre für mich eigentlich ein Grund, den Film sehr schlecht zu bewerten, doch da die Machart sehr professionell wirkt und das Bedrückende hier Methode ist, tja, man ist selbst Schuld...

Fazit: ein richtig gemeiner Film, eine Herausforderung im negativem Sinn. Gut gemacht und gezielt schrecklich.

6/10


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