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Sympathy for Mr. Vengeance (2002)

Eine Kritik von Der-Meister (Bewertung des Films: 10/10)
eingetragen am 21.03.2008, seitdem 515 Mal gelesen


Aus keinen anderen Land kamen in den letzten Jahren so viele interessante Filme wie aus Südkorea. Mit Filmen "Oldboy", "Memories of Murder", "My Sassy Girl", "Bin-jip", "Joint Security Area", "Save the green Planet" oder "A Tale of two Sisters" wurden unvergessliche Meisterwerke geschaffen.

"Sympathy for Mr. Vengeance" der erste Teil von Park Chan-wooks Vengeance-Trilogie(Nachfolger sind Oldboy u. Lady vengeance) ist meiner Meinung nach das absolute Highlight des Südkoreanischen Films. Zwar könnte man über "Oldboy" genau das gleiche denken, aber "SfMV" gefällt mir persönlich noch etwas besser!

Egal ob Kamera, Schnitt oder Schauspieler. Alles ist perfekt!
"Song Kang-ho"("Memories of Murder", "JSA") und "Shin Ha Kyun"("Savew the green Planet", "JSA") spielen hier DIE Rollen ihrer bisherigen Filmkarriere.
Vorallen Song Kang-ho spielt unheimlich real und überzeugent. Er wurde durch diesen Film zu einen meiner absoluten lieblingsschauspielern.

Story: Ryu (Shin Ha-kyun) ist taubstumm. Sein Leben ist nicht besonders aufregend. Wichtig sind ihm aber zwei Personen - seine nierenkranke Schwester und seine Freundin Young-mi (Bae Doo-na). Für seine Schwester ist er sogar bereit eine seiner Nieren zu spenden.
Leider hat er die falsche Blutgruppe und es ist auch niemand da der sonst eine Niere spenden könnte/wollte. In seiner Not wendet er sich an Organhändler.
Der Deal läuft allerdings schief. Man raubt ihm nicht nur sein Geld, sondern auch seine eigene Niere. Da die Transplantation aber in einer Woche stattfinden muss und Ryu auch noch aus der Firma entlassen wurde beschliessen Ryu und Young-mi das nötige Geld auf eine andere Weise zu beschaffen. Sie entführen die Tochter des Geschäftsmannes Park Dong-Jin (Song Kang-ho).
Doch nichts klappt so wie erhofft...
Die daraus entehende Spirale aus Verzweiflung und Gewalt ist auf jedenfall nichts für schwache Nerven. Der Titel des Filmes ist hierbei Programm. Denn man muss sich selbst entscheiden ob man nun mehr Sympatie für Ryu oder Park hat.

Wie auch bei den Nachfolgern "Oldboy" u. "Lady Vengeance" werden hier schöne Bilder perfekt mit Gewalt gemischt. Und obwohl der Film eigentlich nur wenige Gewaltszenen zeigt, ist er trotzdem der grausamste und härteste Teil der Trilogie. Zartbeseitete Menschen kann ich diesen Film daher nur bedingt empfehlen.

Der Film ist außerdem bis zum schluss extrem ruhig und hat kaum Musik. Der Film hat dadurch eine ganz besondere Atmosphäre bekommen, die schwer zu beschreiben ist.
Ungeduldige Leute werden es hier vielleicht schwer haben.

Kurz: Der Film ist absolutes Spitzenkino für Fans von anspruchsvollen Filmen. Ihr solltet keine Abneigung gegen Grausamkeiten und langsamen Filmen haben! Also: Holt euch dieses Meisterstück!


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