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Die durch die Hölle gehen (1978)

Eine Kritik von Mr. Blonde (Bewertung des Films: 10/10)
eingetragen am 30.07.2005, seitdem 576 Mal gelesen


Es gibt Filme, die hauptsächlich durch markante Szenen im Gedächtnis verankert bleiben, zu diesen zählt das mit fünf Oscars überschüttete Antikriegs-Meisterwerk „Die durch die Hölle gehen“ zweifellos. Die unglaublich krassen und authentischen Folterszenen ließen niemanden kalt, einige fühlten sich sogar beleidigt: Nach der Vorführung des Films 1979 bei den Berliner Filmfestspielen reisten einige Volksvertreter der UdSSR unter Protest ab, da sie den Film als eine „Beleidigung für das heroische Volk von Vietnam“ empfanden. Vielleicht war die Wahrheit zu schwer zu ertragen.


Die Story:

Kurz nach Stevens (John Savage) Hochzeitsfeier müssen er so wie seine Freunde Michael (Robert De Niro) und Nick (Christopher Walken) ihren Dienst in Vietnam antreten. Ein letztes mal davor gehen sie auf die Jagd, um sich wenig später selbst als Gejagte in den Händen des Vietcong wiederzufinden. Sie werden gefangen genommen und zu grausamen Folterspielchen gezwungen, können aber der grünen Hölle entkommen. Wieder in der Heimat, sind zwei von ihnen zu psychischen Wracks geworden. Der Dritte gibt sich derweil, gegen Bezahlung, genau den perversen Spielen hin, die er in Vietnam erleben mußte. Sein Freund Michael versucht ihn zu finden, doch er muß bald einsehen, daß es hoffnungslos ist, seinen Freund wieder in die Heimat zurück zu holen.



Fazit:

Michael Cimino läßt sich viel Zeit, die Charaktere auszubauen und uns sympathisch zu machen. Um so härter ist es, diese dann in der Hölle des Krieges wiederzusehen und Zeuge zu werden, wie sie sich nach dem Krieg aus den Augen verlieren. Die Kriegsszenen sind dann aber verhältnismäßig kurz ausgefallen, aber äußerst intensiv und schockierend. Der Film will uns mehr die Unmenschlichkeit von Kriegen und deren Auswirkungen auf die Seele der Soldaten und auf ihr späteres Verhalten zeigen, und das in ziemlich krasser Form. Besonders die unglaublichen Darstellerleistungen bleiben einem lange im Kopf und machen „The Deer Hunter“ zu einem Meisterwerk, daß in einem Atemzug mit Filmen wie „Apocalypse Now“, „Platoon“ oder „Full Metal Jacket“ genannt werden muß.


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