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Sieben Samurai, Die (1954)

Eine Kritik von Tyler Durden! (Bewertung des Films: 4/10)
eingetragen am 14.12.2004, seitdem 3026 Mal gelesen


Leider wieder mal ein Film der Marke: Gut bewertet nur weil er alt ist.
Der Film ist auf schwarz weiß, was nicht automatisch bedeutet, dass er schlechter ist, was zum Beispiel "Casablanca" beweist. Ein kleines Dorf wird jährlich von Plünderern heimgesucht und die Bewohner überlegen sich, dass es sinnvoll wäre, "Knights" aus der Stadt zu holen, die dann das kleine Dörflein verteidigen sollen. Sie machen sich also auf den Weg und finden schließlich auch 7 Kämpfer, die bereit sind, das Dorf zu verteidigen. Natürlich ist der Film auf Grund seines englischen Untertitels (offensichtlich wurde er nicht deutsch synchronisiert) an manchen Stellen nicht perfekt verständlich. Aber es ist einfach schrecklich, wie die Chinesen oder Japaner oder wasauchimmer die im Film sein sollen, den ganzen Film über stellenweise grundlos in Gelächter ausbrechen, die ihresgleichen suchen. Am Anfang findets man ja noch witzig, wie man es ja auch anfangs witzig findet, wenn man das erste Mal eine Gruppe Japaner gemeinschaftlich Fotos schießen sieht. Aber es fängt irgendwann an zu nerven. Und bei einem Film der über drei Stunden dauert, nervt es irgendwann unheimlich. Man würde ihnen am liebsten einfach ihr Maul stopfen. Die Auswahl der Krieger ist eigentlich nicht schlecht gemacht, ihre Charaktere werden gut beschrieben. Es wird aber überhaupt nicht deutlich, warum sie überhaupt mitmachen wollen. Teilweise wird das ganze auch sehr unübersichtlich, wenn sie sich beraten, wieviele Krieger denn nun noch fehlen.
Schließlich finden sich also 7 Krieger, die das Dorf verteidigen wollen. Es gibt Gefechte und am Schluss besiegt das Dorf mit 7 Kriegern 40 Räuber. Das Problem hierbei ist, dass von den Räubern eigentlich keine echte Gefahr rüberkommt. Sie benehmen sich total dumm, sodass man niemals glaubt, dass sie das Dorf einnehmen könnten. Und mit steigender Anzahl der Gefechte werden es immer weniger. Als nur noch 13 von den Räubern übrig sind, kommt es einem total lächerlich vor, dass viele Dorfbewohner (unter anderem die Angebetete eines Kriegers) meinen "Wir müssen morgen alle sterben". Der Film ist also überhaupt nicht spannend, nicht lustig und viel zu lang. Selbst der Schluss, der wohl total poetisch sein soll, ist misslungen. Die überlebenden Samurai kommen bei Anblick des glücklichen Dorfes zu dem Entschluss, dass die Dorfbewohner gewonnen haben und glücklich sind, die Samurai selbst aber nicht. Es sollen wohl irgendwie große Worte sein, es kommt aber überhaupt nicht so rüber. Um zusammenzufassen:
Es handelt sich um einer der Filme, die alt und sympathisch, dennoch nicht gut sind. Es ist unerklärlich, dass dieser Film auf der amerikanischen Filmdatenbank, die ein viel größeres Ausmaß hat, zu den besten 5 Filmen aller Zeiten gehört. Daran wird es auch liegen, dass er in der OFDB zu den Top 50 gehört. Die Leute lesen wie alt er ist, dass er bei den Amis gut bewertet wird und bewerten ihn dann selbst gut. Vielleicht war er ja zu seiner Zeit ein Meilenstein, heute aber nicht mehr.
Der Don


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