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Dark Side of the Moon, The (1990)
Eine Kritik von McClane (Bewertung des Films: 5/10) eingetragen am 07.10.2009, seitdem 479 Mal gelesen
Teilweise wird er als Vorläufer von „Event Horizon“ bezeichnet und tatsächlich ähnelt er dem Anderson-Film: „The Dark Side of the Moon“. Nach Sichtung des Films kann man trotzdem vorsichtig mit den Plagiatsklagen bleiben.
Eine Crew in einem kleinen Raumkreuzer, die draußen durchs Weltall schippert und noch nicht ahnt, was da auf sie zukommt: Das Grundmuster eines jeden Science-Fiction-Horrorfilms, am besten bekannt geworden natürlich durch „Alien“. Hier treten die Probleme beim Umkurven der dunklen Seite des Mondes auf, wie der Titel eben schon sagt, auch wenn im Gegensatz zum Facehugger-Befall aus „Alien“ nicht sofort klar ist, wer oder was da Böses lauert.
Es ist bloß klar: Irgendwas ist da. Denn bald machen sich ungewohnte Störungen am Schiff bemerkbar und es gibt die ersten Toten. Natürlich versucht die immer kleiner werdende Mannschaft gegen das Übel anzukämpfen...
Irgendwann ist es dann auch soweit und die Katze aus dem Sack, es handelt sich um eine Art teuflische Besessenheit und da liegt dann auch eine der Hauptparallelen zu „Event Horizon“, der sich aber bei diversen Vorbildern wie eben „Alien“ oder auch „Hellraiser“ bediente. Und bei genauerer Betrachtung ist auch „The Dark Side of the Moon“ nicht so wirklich originell, da er neben den – beinahe schon obligatorischen – „Alien“-Anleihen noch einen weiteren großen Sci-Fi-Schocker emsig beklaut, nämlich Carpenters „The Thing“. Gerade die Szenen, in denen die Verbliebenen überlegen, wer von ihnen bereits mit der Besessenheit infiziert sein könnte, und sich immer mehr gegeneinander wenden, sind fast eins zu eins von dort übernommen.
Von daher ist es auch hier weitestgehend Essig mit Originalität im All, da man nur brav die etablierten Muster durchkaut, auf einen solide arbeitenden, aber nicht gerade visionären Regisseur vertrauen muss und obendrein noch sichtlich unter mangelnder Finanzierung zu leiden hatte: Oft sieht die Kulisse eben genau nach Kulisse aus, die Effekte sind mal mehr, mal weniger überzeugend getrickst, aber seine B-Herkunft kann „The Dark Side of the Moon“ nie verleugnen.
Zudem braucht der Film recht lange, um in die Puschen zu kommen, ehe dann der handelsübliche Überlebenskampf ansteht, doch trotz all dieser Kritikpunkte schlägt sich der Film dann durchaus ordentlich, kann mit kleinen Schockmomenten punkten und hat einige atmosphärisch dichte Szenen wie die Durchquerung eines gefluteten Raumschiffteiles. Allzu derbe wird es dabei nicht, man setzt eher auf Spannungsaufbau denn auf Blut, wobei meist nur einzelne Szenen wirken, denn insgesamt sind die Pfade, auf denen „The Dark Side of the Moon“ wandelt, etwas zu sehr ausgetreten.
Besetzungstechnisch liegt der Film ebenfalls im grünen Bereich, groß meckern kann man nicht, herausragende Leistungen sind aber auch nicht zu beklatschen. Die Belegschaft tapert auf solidem B-Niveau durch die Kulissen, für den Posten als Genrestar oder gar höhere Aufgaben empfiehlt sich allerdings keiner.
So bleibt dann ein solide inszeniert, wenn auch etwas unterfinanzierter und leicht unorigineller Sci-Fi-Horror der B-Klasse, der ganz brauchbar ist, aber auch recht austauschbar daherkommt. Nicht wirklich schlecht, aber schon wenige Tage nach Sichtung droht er der Vergessenheit anheim zu fallen.
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