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Fist of Legend (1994)

Eine Kritik von Boooshido (Bewertung des Films: 10/10)
eingetragen am 09.02.2006, seitdem 939 Mal gelesen


Fist of Legend


Martial Arts-Knaller mit Jet Li in der Hauptrolle, welcher in diesem Remake vom Bruce Lee Klassiker "Fist Of Fury" auf der suche nach dem Mörder seines Meisters etliche male die Fäuste schwingen muss.

Rache!!!

Chen Zhen (Jet Li) ist ein Student der zur Zeit des ersten Weltkriegs in Japan studiert. Während die Japaner Tsingtao in China besetzen wird sein Meister ermordet. Voller Trauer, aber auch von Rachegelüsten angetrieben, kehrt er nach China in die Kung-Fu Schule zurück, denn er kann nicht glauben dass sein Meister einfach so einen Kampf verloren haben soll. Tja und wie soll es anders sein dort angekommen bestätigen sich dann auch seine Zweifel und er bekommt heraus das da weit mehr dahinter steckt. Die Entscheidung seine heimliche Freundin, eine japanische Schönheit, nach China zu holen stößt dann auch eher auf Ablehnung und schürt den Hass seiner Landsleute. Viel zu groß ist die klaffende Wunde die der Feind hinterließ, weshalb seine Kameraden die gemeinsame Entscheidung fällen Chen Zhen -der zu seiner angebeteten steht- aus der Kung-Fu Schule auszuschließen.

Hey ne Rachestory, mit vielen Bad Guys, einen noch fieseren Ober Bad Guy und Jet Li der vom Regie-Double-Team Gordon Chan / Yuen Woo-Ping in allen Kategorien zu absoluten Höchstleistungen angetrieben wurde. Auch wenn Kritiker Jet Li schon oft fehlendes schauspielerisches Talent nachsagen konnten so muss erwähnt werden dass er diesmal voll überzeugen kann. Jedoch man kann noch so darüber diskutieren als Martial Arts Darsteller war er vor allem in den Neunzigern zweifelsohne einer der besten überhaupt. Dies kann er bei "Fist Of Legend" mehr als einmal beweisen und zwar fast ohne die Hilfe von schlecht versteckten Drahtseilen. Ein Kampfhighlight jagt das andere und die Martial Arts Szenen wurden allesamt absolut exzellent inszeniert und werden wohl bei jedem geneigten Zuschauer einen Herzkasper heraufprovozieren und das meine ich jetzt im positiven Sinne (Ein absoluter Höhepunkt ist die Fightsequenz in einer Samurai-Schule, hier kämpft er mit einer ganzen Horde von fiesen Japanern und lässt ziemlich schnell klar werden wer der wahre Meister ist).

Gewohnt gekonnt und vor allem kreativ sorgt Action-Choreograph Yuen Woo-Ping für kinetische Martial Arts Verrenkungen, welche einem im wahrsten Sinne des Wortes die Fresse einfrieren lassen. Glücklicherweise bleibt die Kamera oft am Rande des Geschehens, weshalb die Kämpfe und auch die Geschwindigkeit nicht nur durch Schnitt und Montage simuliert wurden (wie in vielen Ami-Filmen). Es ist einfach der Oberhammer wenn man sieht wozu Jet Li in Sachen Körperverbiegungen fähig war und wohl auch der beste Beweis dafür das niemand anderer besser für diese Rolle geeignet sein konnte, denn im Bereich Kampfästhetik reicht ihm wohl so schnell niemand das Wasser. Niemals davor und leider auch danach war Jet Li besser wie bei "Fist Of Legend"!

Der Rest der Darstellerriege kann voll überzeugen, keiner der Charaktere wirkt deplaziert oder sogar belastend, auch hat Regisseur Gordan Chan völlig auf Action-Klamauk verzichtet und dies ist wohl auch ein weiterer Pluspunkt, denn so gelingt es trotz der vorhersehbaren Storyline Spannung aufzubauen. Abgesehen davon werden auch klare Grenzen gesetzt, denn schon in der Eröffnungssequenz -Jet Li ist als Schüler/Student in einer japanischen Schule- kommt es zur ersten Konfrontation mit einer Gruppe Japaner bei der etliche Knochen gebrochen werden, somit wird der Zuschauer quasi von der ersten Minute an regelrecht gezwungen Sie zu hassen. Überhaupt, wenn man mal von seinen Bloodshedfilmen absieht, bekommt man hier den wohl brutalsten Jet Li Film zu sehen der es locker mit dem original Bruce Lee-Streifen aufnehmen kann und zwar in jeder Hinsicht!

Absolutes Pflichtprogramm für jeden Leser dieser Zeilen, denn meiner Meinung nach, und da könnt ihr mich jetzt auch steinigen, ist "Fist Of Legend" nicht nur der beste Jet Li Film seiner bisherigen Karriere sondern auch einer der besten Martial ArtsFilme der neunziger Jahre. Selbst der geniale "Drunken Master II" muss sich da geschlagen geben.

Unbedingt ansehen.


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