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Fist of Legend (1994)
Eine Kritik von Hung (Bewertung des Films: 9/10) eingetragen am 01.09.2007, seitdem 2744 Mal gelesen
Fist of Legend ist ein Remake des Bruce Lee (Der Mann mit der Todeskralle) Klassikers Todesgrüße aus Shanghai (Fist of Fury). Allerdings gab es von Fist of Fury schon einmal Remake, das auf den Namen Meister aller Klassen 3 hört, bei dem Jackie Chan (Police Story 1+2+3) die Hauptrolle übernahm.
1937: Als der in Japan studierende Chen Zhen (Jet Li), erfährt, dass sein alter Kung Fu Lehrmeister bei einem Kampf getötet wurde, kehrt er in seine alte Heimat nach China zurück. Dort angekommen, findet Zhen heraus, dass sein ehemaliger Meister vergiftet wurde. Daraufhin will er den Mörder ausfindig machen und zur Rechenschaft ziehen. Doch nicht nur die Japanisch-Chinesische Rassenproblematik macht ihm zu schaffen.
Als allererstes mal ein sehr großes Lob an ARTE, da sie den Film in deutscher Erstausstrahlung und vor allem ungekürzt gebracht haben.
Fist of Legend ist zwar ein Remake von Fist of Fury, es bleibt aber nur die Grundkonstellation bestehen. Das bedeutet, es ist keine 1 zu 1 Kopie zum Original, sondern der Regiesseur Gordon Chan (Thunderbolt, Das Medallion) bringt sehr viele eigene Ideen ein.
Das fängt schonmal mit dem Feindbild an. Die Japaner sind zwar in diesem Fall die "Bösen", aber sie werden lange nicht so schlecht hingestellt wie im Original. Es wird diesmal auch gezeigt, dass die Chinesen ebenfalls nicht immer alles richtig machen. Zum Beispiel verraten sie ihren eigenen Landsmann, nur weil er mit einer Japanerin liiert ist. (Ein bisschen wie Romeo und Julia ;-). Aber wie schon gesagt, die Grundidee bleibt die gleiche, es bestehen halt große Rivalitäten zwischen den Japanern und den Chinesen.
Der sonst so typische Hongkong-Humor bleibt mal wieder vorneweg, dass ist aber auch gut so, denn das würde hier wirklich nicht passen.
Spannend ist Fist of Legend allemal. Das hat Zwei Gründe, zum einen ist die Story nicht richtig vorhersehbar. Es läuft zwar alles zum Final Fight hinaus, hat aber trotzdem einige Wendungen zu bieten. Zum Beispiel die Suche nach dem Giftmischer, usw. Und der zweite weitaus bemerkenswertere Grund sind die vielen, gut verteilten Martial Arts Einlagen.
Die Martial Arts sind mal wieder der Oberhammer. Sie sind hart, brutal und perfekt Choreographiert, fast ohne lästigem Wirework. Kampfchoreogroaph Yuen Woo-Ping, der schon für Filme wie Matrix oder Tiger and Dragon choreographiert hat, macht seinen Job wirklich sehr gut. Großes Lob. Darüber hinaus wird dann noch etwas über Bruce Lees Kampfstil philosophiert, den Jet Li (Meister der Shaolin, Fearless) hier auch benutzt. Das bedeutet, nicht nur reines Kung Fu, sondern eine Mixture aus den verschiedensten, in diesem Fall der japanischen, Kampfsportarten zu verbinden. Logisch wenn man es beherrscht, ist es sehr effektiv. Es schaut halt auch besser aus, wie man hier sieht. Und dadurch, dass fast kein Wirework eingesetzt wurde, kann man sich hier mal wieder über das Können Li`s wundern.
Darstellerisch wird hier für einen Eastern gar nicht mal schlecht agiert. Man muss halt das Genre beachten. Am besten gibt sich meines Erachtens Altmeister Yasuaki Kurata (Operation Eastern Condors, Tokyo Powerman). Mehr braucht man eigentlich nicht zu sagen.
Sehr guter und actionreicher Eastern aus der Neuzeit. Hat mir sehr gut gefallen. Vor allem Jet Lis Kampfkünste sind hier alleroberste Schublade. Deswegen bekommt Fist of Legend 9 von 10 Punkten von mir.
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