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Fist of Legend (1994)

Eine Kritik von Logge1002 (Bewertung des Films: 10/10)
eingetragen am 07.11.2011, seitdem 75 Mal gelesen


1972, das Jahr in dem man Bruce Lee, in einem seiner wohl besten Filme sehen konnte, Fist of Fury. Gute 20 Jahre später versucht ein andere Stern am Martial Arts Himmel, in die Fußstapfen von Lee zu treten, Jet Li. Fist of Legend stellt ein Remake, des damaligen Klassikers dar, aber wird er auch in der gleichen Liga, wie Lee's Klassiker spielen?

Der Meister der Jing Wu Schule starb nach dem Kampf mit einem der Meister der Nijiguchi Schule. Chen Zhen war einer der besten Schüler, des verstorbenen Meisters, welcher nun in Japan studiert. Als er vom Tod seines Meisters erfährt, bricht er seine Zelte in Japan ab, um in China nach dem Rechten zu sehen. Doch dort deutet immer mehr darauf hin, dass der Meister nicht durch den Kampf, sondern durch Gift gestorben ist. Wer hat ihn aber vergiftet und wer steckt hinter diesem Plan, die Jing Wu Schule auszulöschen?

Da es sich bei Fist of Legend um ein Remake handelt, wurde auch die Story weitestgehend übernommen. Hier wurden allerdings einige Dinge geändert. So geht Chen Zhen hier nicht auf einen alleinigen Rachefeldzug, sondern gerät eher durch Zufall in die Schusslinie. Nichts desto trotz, weiß die Story zu gefallen und hebt sich vom Original, doch mehr ab als erwartet, wodurch auch Fans des Originals einige neue Dinge finden werden, welche ihnen gefallen.

Bruce Lee war wahrlich ein Meister der Kampfkunst, allerdings war nicht alles, was er gut konnte. Auch schauspielerisch konnte Lee stets, durch seine aussagekräftigen Grimassen und seine Präsenz, überzeugen. Jet Li trat hier wahrlich ein schweres Erbe an, welches er, erwartungsgemäß, nicht ganz erfüllen konnte. Er macht seine Sache recht ordentlich und weiß auch aus schauspielerischer Sicht zu gefallen, jedoch fehlt ihm einfach das Charisma und die Präsenz von Lee. Nie verspürt man eine solche Ausstrahlung, wie sie von Lee ausgegangen ist, was dann im direkten Vergleich sehr schade ist. Die restlichen Schauspieler sind hingegen sehr gut. Hier liegt einer der Pluspunkte im Vergleich zum Original, da dort eher gute bis mittelmäßige Akteure am Werk waren, die zwar im Kontext begeistern konnte, aber im direkten Vergleich sehr schwach wirken. Besonders hervorzuheben gilt es hier, Shinobu Nakayama, welche die Mitsuko spielt und hier für ein wahres Gefühlschaos, sowohl bei Chen Zhen, als auch beim Zuschauer sorgt. Yasuaki Kurata, als Fumio Funakoshi, weiß auch zu gefallen und mimt den alten Martial Arts Meister hervorragend.

Die Kamera fängt sehr schöne Bilder, wie man es aus den neuzeitigen Eastern gewohnt sein dürfte. Es wird aber nie zu ausufernd, wie man es vielleicht erwarten könnte. Lediglich bei einem Kampf bekommt man fliegende Blätter zu Gesicht, was hier allerdings weniger kitschig, als in manch anderen Filmen wirkt. Die Musik ist sehr gut geworden, untermalt sie doch stets mit den richtigen Klängen, die richtigen Szenen. Besonders bei den Kämpfen wird hier Musikuntermalung geboten, welche man beim Original, leider vermissen musste. Dadurch gewinnen die Kämpfe viel mehr an Intensität und können noch mehr begeistern.

Die Kämpfe an sich, sind hier, wie auch schon im Original, einfach nur grandios. Kein Wunder, zeichnete sich doch der Choreograph von Matrix, für diese verantwortlich. Hier muss man allerdings gleich sagen, dass das Hauptaugenmerk hier mehr auf Zweikämpfe, als auf Massenkämpfe, wie im Original, gelegt wird. Es gibt natürlich auch einige Gruppenkämpfe, welche dann fast etwas schwacher, als die vom Original ausfallen, da hier Lee einfach punkten konnte. Jet Li's Stärke liegt eher in den Zweikämpfen und die bieten wohl Martial Arts der Superlative. Manche Kämpfen gehen gut 10 Minuten und werden nie langweilig. Zudem bekommt man relativ viele zu Gesicht. Hier hat man sich wirklich Mühe gemacht, die Kampfkunst so einzufangen, wie sie es verdient hat.

Fazit: Sehr gutes Remake, dass das Original in manchen Punkten übertrifft, allerdings in Story und Gruppenkämpfen, dem Original unterliegt. Für Martial Arts Fans ein Muss, für Leefans auf jeden Fall einen Blick wert!

Objektive Wertung: 8/10 Punkten

Subjektive Wertung: 10/10 Punkten


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