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Ritter der Kokosnuss, Die (1975)

Eine Kritik von Duke Skywalker (Bewertung des Films: 8/10)
eingetragen am 12.03.2007, seitdem 545 Mal gelesen


Der Humor von Monty Python ist sicher nicht jedermanns Sache. Britisch, teils sehr schwarz und vor allem durchgeknallt.

Damit wäre auch schon "Ritter der Kokosnuss" treffend beschrieben. Hier schlüpft die Komiker-Truppe in Ritterkostüme und führt diverse Mittelalter Sketche auf, verbunden durch eine dünne Hintergrundstory.
In der geht König Arthus zusammen mit einer Reihe Auserwählter auf die Suche nach dem heiligen Gral. Die Suche endet schließlich ergebnislos, als kurz vor der Endschlacht mit vorlauten Franzosen, die gerne Kühe durch die Luft katapultieren, die Polizei einschreitet und die komplette Arthus’ Truppe wegen Mordverdacht festnimmt.
Nur eine von zahlreichen verrückt genialen Einfällen. Da ersetzen Knechte die Pferde, indem sie mit Kokosnüssen Hufgeräusche nachmachen, während die Ritter durch die Gegend galoppieren und an anderer Stelle zeigt Arthus Tafelrunde wie der Trick mit dem trojanischen Pferd (in diesem Fall Hase) nicht funktioniert.
Absolutes Highlight ist das Killer-Karnickel, das in einer wunderbar überzogenen Szene Arthus’ Gruppe erheblich dezimiert. Im Übrigen nicht die einzige blutige Stelle des Films. In einer anderen, brüllend komischen Szene metzelt sich John Cleese durch eine Hochzeitsgesellschaft um eine holde Maid zu retten, die allerdings in Wahrheit ein blasser, tuckiger Prinz ist. Freilich zünden nicht alle Witze, doch insgesamt gibt es mehr als genug zu lachen, sofern man auf abgedrehten Humor steht. Besonders gelungen sind die zahlreichen Runninggags des Films: Arthus der ständig 5 mit 3 verwechselt, für tot gehaltene Menschen, die eigentlich noch leben und natürlich die Kokosnuss-Reiter.
Der ein oder andere Gag geht dabei auf Kosten des Christentums und damals (und teilweise heute wieder) aktuelle (politische) Themen (Ölkrise) werden ebenfalls aufgegriffen.
Wer sich durch Ersteres gestört fühlt, darf von der Endnote ein paar Punkte abziehen. Ich konnte über Lemming-Mönche und die heilige Handgranate, inklusive Gebrauchanweisung in der Bibel, herzhaft lachen.
Fazit: Absolut durchgeknalltes Filmvergnügen. Bereits saukomischen Anfangscredits folgen knapp 80 Minuten brüllend komischer Python Humor mit jeder Menge zitatreifer Szenen.
Die ein oder andere schwächere Sequenz und ein hin und wieder wirrer Schnitt kosten den schwarzen Ritter allerdings einen Arm. Einigen wir uns auf 8 Punkte.


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