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Hannibal (2001)

Eine Kritik von johnny-cage (Bewertung des Films: 7/10)
eingetragen am 10.04.2008, seitdem 289 Mal gelesen


Hannibal, is back! Nach seinem letzten Satz ("I´m having an old friend for dinner") in "Schweigen der Lämmer" war es auch irgendwie klar, dass der kultivierte Kannibale irgendwann auf die Kinoleinwand zurückkommen würde. Der Film, der dann aber kam, machte leider mehr wegen seiner Gewaltszenen, als seiner Inszenierung von sich reden. Einige Zeitungen druckten sogar Warnhinweise, dass der Film psychisch belastendes Material enthalte.

Zur Story: Clarice Starling hat seit den Vorkommnissen in "Schweigen der Lämmer" beim FBI Karriere gemacht. Bei ihrem letzten Einsatz verliert sie allerdings einen Mann und erschießt eine Gangsterchefin, die ihr Kind in den Armen hat.
Gleichzeitig wird in Florenz der schmierige Polizist Pazzi auf den geheimnisvollen Dr. Fell aufmerksam, der kein anderer ist als Hannibal Lecter. Pazzi kontaktiert Mason Verger, ein von Lecter verstümmelter Millionär und bietet ihm an Lecter , gegen Honorar, zu fangen. Lecter schafft es aber zu entkommen und fliegt zurück in die USA, um sich mal wieder bei Clarice Starling zu melden. Doch Vergers Leute machen Lecter ausfindig und kidnappen ihn, damit Verger sich an ihm rächen kann und nun ist es an Clarice Hannibal zu retten.

Schon die Credits, die mit "Aria da Capo" von Bach unterlegt sind, weißen darauf hin, dass nun wieder Hannibal Lecter zurück ist. Diese Musik hat man zuletzt gehört, als er aus einem Käfig ausgebrochen ist und dabei zwei Wachleute abgeschlachtet hat.
Die Story unterscheidet sich, vor allem in der Länge, deutlich von der Buchvorlage, die wieder von Thomas Harris stammt. Viele Character wurden weggelassen und die Handlung deutlich gestrafft, was aber sicher gut war, da der Film schon in dieser Fassung einige Längen hat.
Die groß angekündigten Gewaltszenen finden ihren Höhepunkt in der Szene, in der Lecter Ray Liotta die Schädeldecke aufsägt und ihm bei lebendigem Leib Gehirnstücke herrausschneidet, um diese dann zu braten und Ray selbst essen zu lassen. Bis dahin gibt es aber auch noch genug Eingeweide und menschenfressende Wildschweine zu sehen.

Julianne Moore ist ein guter Ersatz für Jodie Foster und passt sehr gut in den Film, spielt ihre Clarice dann aber doch um einiges anders als Jodie.
Gary Oldman erkennt man als Mason Verger nur anhand von einer Rückblende, ansonsten sieht man sein Gesicht unter der Narbenmaske nicht.
Sir Anthony Hopkins liefert eine schauspielerrische Meisterleistung ab, Hannibal ist der fleischgewordene Teufel und nach "Hannibal Rising" sind wohl auch dafür die Gründe klar.

Fazit: Einer der düstersten Filme aller Zeiten, eine Atmosphäre vergleichbar mit "Saw 1 oder 3". Allerdings hat der Film viele Längen und einen unpassenden Anfang (FBI Einsatz im Drogenmilieu).

7/10Punkte


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