Ansicht eines Reviews

Biss der Schlangenfrau, Der (1988)

Eine Kritik von nofx-total (Bewertung des Films: 5/10)
eingetragen am 29.06.2008, seitdem 393 Mal gelesen


Neulich kam mir dieser etwas skurrile Horrorstreifen unter die Augen, und ich muss sagen, dass auch nach Abstand von einigen Tagen mein Eindruck sehr durchwachsen ausgefallen ist. Das liegt sicher an der seltsamen Story um die Mär einer Riesenschlange, die sich in einer Höhle versteckt hält und einer Frau namens Sylvia, die auf ihrem Anwesen einen mystischen Schlangenkult betreibt, der auf dem Höhepunkt darin gipfelt, der Schlange ein Menschenopfer zu bringen.

Irgendwie weiß ich nicht, was uns der Regisseur eigentlich für einen Film präsentieren wollte. Am Anfang machte sich noch eine gediegene Atmosphäre eines Filmchen der Marke „Hammer" breit, hätten nur noch Christopher Lee oder Peter Cushing in den Hauptrollen gefehlt: Düstere Kulissen einer Ausgrabungsstätte, geheimnisvolle Rituale in einem seltsamen schlossartigen Gemäuer, auch die allmähliche Entwicklung zu einer Art Vampirfilm macht sich in diesem Kontext ganz gut.

Das Hauptproblem des Filmes ist, dass es Russell einfach nicht gelingen mag, die Handlungsstränge zu bündeln und zu einem roten Faden zusammenlaufen zu lassen. Ob Vermisstensuche in der Höhle, die Ausgrabung eines riesigen Schlangenschädels auf dem Anwesen in der Nähe, die hinterhältigen Attacken der Schlangenfrau Sylvia, man weiß oft nicht, wie die ganzen Teile zueinander passen, alles wirkt konstruiert und unausgegoren auf den Betrachter. Dazu passend auch die sehr trashigen, wenn auch blutigen Traumsequenzen einer Beteiligten, die mich sehr an „Gods Army" erinnerten und den zerfahrenen Gesamteindruck noch unterstrichen.

Im letzten Drittel, als der Vampirismus das erste Mal deutlich wird, gewinnt der Film noch einmal ein bisschen an Fahrt, da durch die Infizierung der Beißopfer und der Einsatz eines angeblichen Gegengifts die spannende Frage auftauchte, wer von den hier Anwesenden noch konvertieren muss. Die Hauptdarstellerin Sylvia war zu diesem Zeitpunkt allerdings auch schon weg, so dass ein letzter Showdown nicht mehr stattfand, irgendwie auch dumm gelaufen...

Fazit: Ken Russell hat sich nicht entscheiden können: Es wurde ein wilder Mix aus Horror, Sex, Gothic, Okkult-Thriller und Abenteuerfilm, mal ernst und mal (wenn auch unfreiwillig) komisch - hätte er sich für eine klarere Linie entschieden, wäre bestimmt mehr aus der interessanten Stoker-Vorlage geworden. So ist nur ein merkwürdiges B-Movie entstanden, welches auch von Hugh Grant als werbewirksames Zugpferd nicht vor der Mittelmäßigkeit gerettet werden konnte.


Surprise me!
"Surprise me!" BETA
Lassen Sie sich überraschen! Wir führen Sie zu einem zufälligen Treffer zu einem Thema Ihrer Wahl... Wollen Sie eine andere Kritik von "nofx-total" lesen? Oder ein anderes Review zu "Biss der Schlangenfrau, Der (1988)"?


Zur Übersichtsseite des Films
Liste aller lokalen Reviews von nofx-total

Zurück





Copyright © 1999-2012 KI Media GbR
Alle Rechte vorbehalten.
Nutzungsbedingungen · Werben · Impressum
Hosted by Net-Build



Quicksearch






User-Center

Benutzername: 
Paßwort:
Login nur für diese Sitzung:

·

187 Besucher online





Abonnement


Abonnement - Bitte erst anmelden
Melden Sie sich bitte an, um Abonnements vornehmen zu können



Neue Reviews


Verdammte der Inseln, Der (1952)
Mein wunderbarer Waschsalon (1985)
Hereafter - Das Leben danach (2010)
Get the Gringo (2011)
Blade 2 (2002)



News


Unser News-Bereich wurde überarbeitet und wird in Kürze weiter ausgebaut werden, damit Sie stets aktuell über alle Neuigkeiten rund um die Welt des Films informiert sind.

» Zum neuen News-Bereich