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Haus an der Friedhofmauer, Das (1981)

Eine Kritik von floair (Bewertung des Films: 5/10)
eingetragen am 18.11.2006, seitdem 521 Mal gelesen


Ein Film von Italiens Aushängeschild , Regisseur Lucio Fulci. Er schuf einen der berühmtesten italienischen Horrorfilme, nämlich " Über dem Jenseits ". Hier bekleckert er sich nicht gerade mit Ruhm und ich habe mir wesentlich mehr von diesem Film erhofft.
Story:
Normann ist ein junger Historiker und lebt mit seiner Frau und Sohn in New York. Doch er bekommt einen neuen Job in England angeboten, dort soll er die Forschungen von Prof. Peterson weiterführen, dieser beging Selbstmord. Normann wird mit seiner Familie ins selbe Haus einquatiert, welches unter einem sehr schlechten Ruf leidet. Ein Dr. Freudstein soll hier damals grausam Experimente an Lebenden durchgeführt haben und bald kommen auch schon die ersten unheimlichen Geräusche aus dem Keller.

Die Story ist wieder mal ein Schwachpunkt, denn es fehlt wieder das wieso, weshalb, warum. Man bekommt zwar eine Auflösung geboten, diese ist jedoch alles andere als plausibel und vor allem das Finale entbehrt jeglicher Logik.
Bei der Umsetzung hapert es auch, denn trotz der knappen Lauflänge von nur 80 Minuten sind einige Längen vorhanden. Der Film startet mit einem sehr blutigen Mord und sackt dann erstmal eine gute halbe Stunde ab. Da wird viel geredet, ermittelt, sich gefürchtet, aber richtig weiter kommt man nicht.
Auch gemordet wird recht wenig, aber effektiv und sehr blutig. Nur die angreifende Plastikfledermaus ist sehr billig geraten. Da sieht man teils noch die Fäden an denen das Vieh hängt, dafür sind die Goreeffekte ganz gut geworden.
Stark ist Atmosphäre, die Fulci hier aufbaut. Ein großes, altmodisches Haus mit vielen Räumen, überall knarzende Geräusche und massenhaft Nebel wabert um das Haus.
Auch der prächtige Score, welcher rein instrumental ist, untermalt den Film bestens, doch teils sehr laut.
Gruseln kann man sich hier schon, doch für richtige Schockeffekte reicht es nie aus, dafür ist der Film auch zu zäh geraten.

Über die für mich unbekannten Darsteller kann man sich nicht beschweren und dieses Balg mit der hässlichen blonden Frisur und den dicken Lippen geht einem tierisch auf den Sack. Das ewige Gekreische, die misslungene Synchro. Ich verstehe nicht was Fulci nur immer an diesen kreischenden Kindern findet. Für mich absolut nervtötend, wobei die restlichen Darsteller sich wirklich Mühe geben.

Fazit:
Ich habe mir von diesem Film viel mehr erhofft. Schwache Story, mal spannend, mal nicht. Gemordet wird nicht sonderlich viel, aber in gewohnter ultrablutiger Fulcimanier. Die Atmosphäre ist sehr unheimlich und altmodisch und auch der Score spricht für sich. Außer dem nervigen Kind sind die Darsteller glaubwürdig.
Unlogische, aber trotzdem gute Horrorunterhaltung.


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