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Haus an der Friedhofmauer, Das (1981)
Eine Kritik von Kiste (Bewertung des Films: 2/10) eingetragen am 02.03.2010, seitdem 284 Mal gelesen
New-England. Vor vielen Jahren bastelte Dr. Freudstein im Keller seines Hauses an Leichen herum. Irgendwann hat er dann seine Frau ermordet und sich selbst im Haus aufgehängt. Heute zieht der Historiker Norman mit seinem kleinen Sohn und seiner Frau in dieses Haus, um diese Vergangenheit zu erforschen. Leider reaktiviert er ein frankenstein-ähnliches Monster im Keller, das nun grausam mordend im Haus umhergeht.
Um eines gleich vorweg zu schieben, ich mag keine kleinen Kinder in Horrorfilmen. Meist handelt es sich bei den gezeigten Exemplaren um lästige neumalkluge Bälger, dei denen das Höchstmaß meiner Anerkennung die "hat mich nicht offensiv genervt" Kategorie ist. Da in diesem Film der ungekrönte König aller enervierender Kinderdartseller auftritt, möchte ich mich vorab in aller Form für mit Sicherheit folgende Schimpfwörter wie Rotzlöffel oder großgezogene Nachgeburt entschuldigen.
Das Haus an der Friedhofsmauer ist ein Film, der die Gemüter spaltet, für die einen der beste Fulci ever, für die anderen ein Haufen gefilmte Katatonie, inhaltlich eine Mischung aus Haunted House Movie garniert mit einer kleinen Prise Zombieaction. Gedreht wurde das Produkt immerhin an Originalschauplätzen in den USA. Auffällig wird als erstes das höchst konfuse Drehbuch, also entweder wurde der Film um zwei Stunden gekürzt oder die ganze Story ist und war ein Haufen Kokolores, da werden Geschichten aus der Vergangenheit in einer Szene aufgewärmt um dann fortan vergessen zu werden, der Ring des Teaseropfers wird gefunden großformatig eingeblendet und ward im Anschluß nie wieder gesehen, es gibt haufenweise Szenen die bedeutungsschwanger eingeblendet werden und nie wieder auftauchen. Der Scriptwriter sollte jedenfalls mal einen Grundkurs an der Continuity Akademie besuchen. Auch an der Logik der handelnden Personen hapert es, unverständliche Gefühlsausbrüche und innerhalb von wenigen Screenminuten wird viermal in dieselbe Kellerfalle getappt und woher Famielienpapi im Showdown auf einmal über alles bescheid weiß, weiß wohl auch nur Fulci selbst und wirds aufgrund eigenen Ablebens niemanden mehr verraten. Was die ganzen Szenen von Drecksbalg Bob mit der Puppe und dem Fernlenk Auto sollen, keine Ahnung, steckt bestimmt eine mächtige Symbolik dahinter. Apropos Baby-Bob, das ganzen übersinnliche Brimborium mit seinen imaginären Freundin, hätte man sich eigentlich auch schenken können, es erklärt die Story nicht wirklich, bremst den Flow und man müßte seine Hackfresse nicht so ausdauernd ertragen.
OK, ich denke man merkt das ich den Film nicht mag, es ist eine zahme Gruselstory bei der einfach zu wenig passiert. Die Story ist so interessant wie der Wechsel des Aggregatzustands von Wandfarbe. Die Schauspieler können ebenfalls nicht überzeugen, besonders Nerv-Kiddie-Bob, der knapp vor David Mendenhall aus Weltraumpiraten meine persönliche Anti Top Ten anführt. Am Ende wird das Böse zwar besiegt aber Bob darf weiterleben, das Leben ist doch ungerecht.
2/10
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