Eine Kritik von Adam Kesher eingetragen am 07.03.2005, seitdem 547 Mal gelesen
17 junge Männer fallen dem Serienmörder Jeffrey Dahmer (Carl Crew) zum Opfer, bevor er endlich von der Polizei dingfest gemacht werden kann.
Das auf Sparflamme produzierte Jungfilmer-Projekt weiß die experimentellen Freiräume unabhängiger Filmemacherei leider nicht zu nutzen: Mit der dramaturgischen Monotonie eines Billig-Pornos spult der Film einen Mord nach dem anderen ab, stets nach der gleichen Schablone gefertigt: Opfer abschleppen, fotografieren, umbringen. Das völlig beliebige Geplapper der Erzählstimme wirkt wie von einem projektfremden Redakteur geschrieben und streitet sich zusammen mit dem gefühllos eingesetzten musikalischen Gedudel um jede stille Sekunde des Filmes. Der amateurhafte Schnitt verkittet die hilflos fotografierten Sequenzen im Sitcom-Stil mit nichts sagenden Gebäudeaußenansichten und fällt den mittelprächtigen Darstellern schon mal mit unmotivierten Abblenden ins Wort. Dass ein potenziell minderjähriges Opfer mit einem 25-jährigen Bodybuilder besetzt wird, stört in diesem heillosen Durcheinander ebenso wenig wie die Tatsache, dass Dahmers Vater zunächst telefonisch seine Homosexualität anspricht, während Dahmer später plötzlich befürchtet, sein Vater könne seine sexuelle Orientierung herausfinden. Wenn der Film tatsächlich die ihm mitunter nachgesagte Authentizität versprühen sollte, dann dürften wir es hier mit Amerikas langweiligstem Serienmörder zu tun haben.
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