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Pink Flamingos (1972)

Eine Kritik von Tatsuya (Bewertung des Films: 10/10)
eingetragen am 30.05.2009, seitdem 377 Mal gelesen


Divine, ein/e Transexuelle(r), führt ein relativ beschauliches Leben. Sie wurde zur dreckigsten lebenden Person (filthiest person alive) gewählt, und um den Blitzlichtgewitter zu entkommen, wohnt sie, zusammen mit ihrer übergewichtigen Mutter, die in einem Babystall schläft, und ständig von Eiern spricht, ihrem Sohn Crackers, der der Sodomie nicht abgeneigt ist und ihrer hübschen, voyeuristischen Mitbewohnerin in einem Wohnwagen ausserhalb der Stadt. Doch dieser Traum scheint zu platzen, denn Connie und Raymond Marble, ein junges Ehepaar, das Frauen kidnappt, von ihrem Butler bis zur Schwangerschaft vergewaltigen lässt, die Babies verkauft und die Frauen tötet, sieht sich selbst als die filthiest persons alive, somit ist Divine ihnen ein Dorn im Auge. Also schicken sie ihr zum Geburtstag einen hübsch verpackten Hundehaufen, welcher schon seit einem Jahr "reift". Während Divine sich auf den Weg macht, um das Mobiliar der Marbles abzulecken, fackeln die Marbles Divine's Wohnwagen ab, wobei die Mutter stirbt. Dies kann Divine nicht auf sich sitzen lassen, und startet einen Rachefeldzug.

Dieser Film ist so ziemlich das geschmackloseste und verruchteste Werk, dass jemals das Licht der Welt erblickt hat. Dass dieser Film aus Amerika kommt, und schon in den 70ern herauskam, grenzt an ein kleines Wunder, denn hier wird wirklich kein Tabu ausgelassen: Raymond Marble entblößt sich im Park vor Frauen, Crackers hat einen Dreier zwischen einer Frau und einem Huhn (NICHT (!) gestellt), Divine isst einen frisch gelegten Hundehaufen (auch NICHT gestellt, und in einer Einstellung ohne Zwischenschnitte gezeigt), der Butler onaniert vor den Augen einer Frau, und sprizt einer anderen Frau seinen Samen vaginal ein, Divine hat Oralverkehr mit ihrem Sohn (Divine ist eigentlich ein Mann !) und es werden Polizisten abgeschlachtet.

Ganz sicher zu abgedreht und ekelhaft für die meisten Leute eine Zumutung. Doch Pink Flamingos ist nicht nur eine köstliche Komödie und ein Fest der Abartigkeit, sondern auch eine gelungene Sozialsatire, die den Amerikanern den Spiegel vor Augen hält, und die Perversion der Gesellschaft gekonnt aufzeigt, und damit 80 Minuten blendend unterhält!

Fazit: Sehr derber Kultfilm, der eine Monopolstellung inne hat! Höchstwertung!


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