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Batman Forever (1995)
Eine Kritik von Killswitch (Bewertung des Films: 4/10) eingetragen am 13.08.2008, seitdem 365 Mal gelesen
Wer kennt ihn nicht? Den dunklen Rächer im Fledermauskostüm. Die Comics waren an Düsternis kaum zu übertreffen, und Regisseur Tim Burton konnte diesen dunklen Kontrast auch wunderbar in seinen beiden ersten Filmen übernehmen. Nun hatte jener aber anscheinend keine große Muse mehr, einen weiteren Batman-Teil zu kreieren. Somit wagte sich Joel Schumacher (8mm, Nicht auflegen!) an die Verfilmung des nächsten Fledermaus-Abenteuers. Ein Fehler der noch heutzutage seines gleichen sucht. Aus dem dunklen Rächer ist ein Pop-Prinz geworden.
Michael Keaton wurde ausgewechselt und durch Sonnyboy Val Kilmer ersetzt. Konnte Keaton noch durch seinen diabolischen Charme überzeugen, so versagt Kilmer auf ganzer Linie. Er passt einfach nicht. Augenscheinlich ist sogar der Gummianzug zu groß, das man seinen Muskelpanzer mit Watte auststopfen musste. Eingentlich mag ich Kilmer, seine Leistungen in "The Doors", "The Salton Sea" und "Kiss Kiss Bang Bang" waren hervorragend. Aber hier hat er sich selber keinen gefallen getan.
Als Gegenspieler hat man zwei herrlich verrückte Darsteller an Land ziehen können. Tommy Lee Jones (Valley of Elah, Auf der Flucht, Die Stunde des Jägers) ist als Bösewicht Harvey Two/Face eigentlich klasse besetzt. Auch Jim Carrey (Dumm & Dümmer, Nummer 23, Cable Guy) ist als Riddler eine Traumbesetzung. Leider kommen beide aber nicht zur Geltung, da der gesamte Plot sowas von hahnebüchen und albern geworden ist, das die "Bösewichte" nicht mehr "Böse" wirken, sondern eher wie Zeichentrickfiguren. Nicole Kidman (The Others, In einem fernen Land, Moulin Rouge) sieht atemberaubend sexy aus, kann aber alles auch nicht mehr retten.
Joel Schumacher hat aus Batman leider einen realen Comic-Strip gemacht, welcher besonders durch seine bunten Bilder albern bis lächerlich wirkt. Die Storyline und vorallem die Einführung des Fledermäuslichen Gefährten Robin (Chris O'Donnel, Vertical Limit, 29 Palms) sind so spinnert dämlich, das man "Batman Forever" (was ein scheiß Titel!) nur mit Kopfschmerzen ertragen kann.
FAZIT:
"Batman Forever" ist komplett misslungen. Gute Darsteller verhunzt in einer Quietschbunten Karussellfahrt aus öden Dialogen, pseudocoolen Sprüchen, grauenhaften Effekten und purer Langeweile. Als Kilmer, Jones und Carrey Sympathisant kann ich aufgrund des mehr als schwachen Filmes leider nicht mehr als
3,5/10
Punkten geben...
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