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Suriyothai (2001)
Eine Kritik von LJSilver (Bewertung des Films: 10/10) eingetragen am 07.03.2004, seitdem 838 Mal gelesen
Suriyothai ist definitiv ein Erlebnis, das man (vor allem im Director's Cut) nie wieder vergisst.
Der teuerste Thai-Film aller Zeiten (teilweise mit US-Geldern finanziert) basiert auf der Legende von Suriyothai, der thailändischen Nationalheldin, die ihr Leben vollkommen selbstlos dem Wohl der Allgemeinheit gewidmet hat.
Der Film ist ein Historienepos und versucht nicht wie etwa Braveheart, die ganze Spielzeit über durch total übertriebenen Heroismus und Pathos, den Zuschauer zu rühren. In Braveheart hat diese Sache eher genervt als gerührt.
Der Film versucht den Großteil der Spielzeit über eine gewisse Distanz gegenüber den Geschehnissen zu wahren. Es sieht fast so aus, als hätte man es mit einer historischen Dokumentation zu tun, weil man nicht so auf die Hauptfigur fixiert ist, wie es der Filmtitel vermuten lassen würde. Dennoch werden bei der Endschlacht die Tränendrüsen beansprucht werden, denn der Film weiß einfach, wie intensiv er wann sein kann.
Die Schauspieler sind absolut überzeugend, die weiblichen auch ausgesprochen hübsch. Da der Film über 20 Jahre geht, gibt es ca. in der Mitte bei einem 4-Jahres-Sprung einen Schnitt und plötzlich sehen die Hauptfiguren alle anders aus, nämlich deshalb, weil man die Darsteller ausgetauscht hat. Hätte man zumindest bei Suriyothai etwas besser lösen können, obwohl sich die Darstellerinnen durchaus ähnlich sehen. Bei den anderen fällt’s nicht so auf.
Die Ausstattung des Films ist eine echte Augenweide. 30 Elefanten, 70 Pferde, Hunderte Statisten, Kanonen, mächtige Explosionen, tolle Kulissen und Kostüme - das Auge isst mit und das genüsslich! Die Schlachten sind stilistisch sehr realistisch gehalten - kein Wirework, keine Farbfilter, keine aufwändigen Kamerafahrten. Dafür gibt’s mächtige Kanonenexplosionen, jede Menge Gehäcksel und Elefanten-Reiterkämpfe. Ab und zu werden Zeitlupen verwendet, die aber eher der Dramatik als der Ästhetik dienen.
Dafür ist der Goreanteil im DC in den Schlachten und den politischen Morden äußerst hoch. Abgehackte Köpfe en masse, blutige Wunden und Einschüsse, teilweise in Zeitlupe.
Fazit:
Absolut geniales, exotisches Historienepos, das ohne übertriebenen Heroismus und Pathos auskommt, aber trotzdem zu Tränen rührt. Wer den Film nicht mag, dem ist nicht mehr zu helfen, zumal man auch noch zwischen drei Fassungen wählen darf. Da dürfte für jeden was dabei sein.
Coppola-Cut: 9/10
DirCut: 10/10
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