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John Carpenters Vampire (1998)

Eine Kritik von Apollon (Bewertung des Films: 7/10)
eingetragen am 12.07.2002, seitdem 513 Mal gelesen


Wem "Blade" zu modern war, dem bietet "Vampires" wohlmöglich eine Alternative. Dieser Vampirstreifen spielt auch in der heutigen Zeit, kommt aber trotzdem mit einer etwas mysterischen Atmosphäre rüber. Eine schnelle Musikuntermalung, wenn Vampire gekillt werden, gibt es hier wie beim "Daywalker" nicht.
Der Beginn ist außerordentlich vielversprechend, denn es wird erstmal ein Vampirnest hochgenommen. Dabei stellt sich heraus, dass die Truppe um Jäger Jack Crow (James Woods) so ihre eigene Technik entwickelt hat, die Vampire endgültig in die Hölle zu schicken. Sie stoßen ihnen nämlich erst Pflöcke ins Herz und ziehen sie dann ans Tageslicht, wo sie sich in ein Häufchen Asche verwandeln.
Eins stört Jack aber bei seinem erfolgreichen Tag: "Wo ein Nest ist, ist auch ein Meister". Und diesen hat er nicht zu Gesicht bekommen, obwohl Meister ihre Vampirkinder nicht im Stich lassen. Bei der Party am Abend kreuzt der Meister dann doch auf und richtet ein Massaker, dass übrigens gut inszeniert wurde, an. Jack merkt, dass er es hier mit dem ältesten Meister überhaupt zu tun bekommt.
Eigentlich könnte man ihn auch "Dracula" nennen, auch wenn er hier so nicht direkt bezeichnet wird.

Die Story ist nicht sonderlich ausgefallen. Nur muss man sich die Frage stellen, wer hier wen jagd? Denn auch der Obermeister hat es auf Jack abgesehen. Nach dem tollen Beginn und dem Party-Gemetzel geht es etwas ruhiger zu. Die Spannung bleibt deshalb in diesem Filmabschnitt auch etwas auf der Strecke.
Das größte Manko liegt wohl auch in der Handlung, denn diese wird zum Ende hin leider immer klischeehafter. Wer hinter dem Ganzen die Fäden zieht, weiß man eigentlich schon ab dem Zeitpunkt, wo dem Zuschauer die Person im Film zum ersten Mal präsentiert wird. Da ansonsten auch kein weiterer Charakter vorgestellt wird, kommt einfach nur dieser in Frage.
Außerdem zeugt der Showdown auch nicht unbedingt von Realismus, wenn man bei Vampirfilmen überhaupt davon sprechen kann. 3 Mann, inklusive einem Priester und einem Gebissenen, reichen nämlich aus, um die ganze Vampirschar samt Meister platt zu machen.

Die Goreszenen werden Splatterfans mit Sicherheit zu Frieden stellen. Gerade die ersten ca. 20 Minuten wurden doch sehr gut in Szene gesetzt und bilden schon fast den Höhepunkt auf diesem Gebiet.
Die gekürzten Fassungen sind daher auf keinem Fall zu empfehlen, da dort vieles arg verstümmelt wurde.
Die Darsteller fallen größtenteils kaum positiv oder negativ auf. Nur "Iron-Face" James Woods kann sich ein weinig herauskristallisieren und überzeugt zwar weniger mit Mimik und Gestik, dafür aber mit Coolnis.

Fazit: Zugegeben, an der Story mangelt es teilweise, auch Klischee werden oft bestätigt, aber trotzdem ist "John Carpenter's Vampires" allemal unterhaltsam. (Noch 8/10 Punkten)


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