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John Carpenters Vampire (1998)
Eine Kritik von Denda199 (Bewertung des Films: 8/10) eingetragen am 28.07.2010, seitdem 200 Mal gelesen
Wenn man einen Namen wie John Carpenter hört, denkt man meist an atmosphärische Horrorfilme oder harte Action. „Vampire" ist beides, Carpenter hat mit der Verfilmung von altem Vampirstoff einen sehr unterhaltsamen Film geschaffen.Story:
Jack Crow (James Woods) ist der Anführer einer Gruppe von Vampirjägern, die im Auftrag des Vatikans umherzieht, um die Blutsauger endlich auszurotten. In New Mexiko finden sie wieder einmal ein grosses Vampirnest, welches sie weitgehend ohne Probleme auslöschen. Dabei ahnen sie nicht, daß dessen Anführer, der Obervampir Valek (Thomas Ian Griffith), nicht dabei war. Dieser ist zugleich der älteste und stärkste Blutsauger aller Zeiten und sinnt nun auf blutige Rache...„Vampire" ist kein üblicher Vampirfilm, der wie viele seiner Artgenossen in edlen schlössern, auf dem Land oder in anonymen Grossstädten spielt, man kann ihn eher als eine Art Western ansehen. Der Großteil des Filmes spielt meist in der Staubigen Wüstengegend nähe Mexicos, was sich allerdings keineswegs negativ auf den Film auswirkt. Carpenter-Typisch wird die Wüste und alles drumherum sehr atmosphärisch präsentiert, der Wandel von Tag - Nacht oder die Sonnenunter / bzw Aufgänge sind alle sehr gut inszeniert. Die Vampire selbst sehen bis auf ihren Anführer eher aus wie zerlumpte Zombies und anders als ihre üblichen Filmkollegen schlafen diese Tagsüber nicht in Särgen oder ähnlichem, sondern graben sich ein, um so bei Nachtanbruch aus der Erde zu steigen. Der Film verzichtet auf eine große Story, umso mehr steht die Action im Vordergrund. Hier hat sich der Meister (Carpenter) wieder einmal selbst übertroffen und hat handwerklich erstklassige Arbeit geleistet. Der Film legt von Anfang an wirklich gut los, mit blutigen Shoot outs, Pfählungen und verbrennungen. Nie wirkt etwas billig, wobei man sich an die Feuereffekte erst noch gewöhnen muss (Laut Audiokommentar wollte John Carpenter diese Effekte genau so). Der Härtegrad bleibt den ganzen Film lang straff angezogen, Highlights sind wohl die Party der Vampirjäger in dem Motel inklusive des „Besuchs" vom Obervampir und dem Endkampf in der alten Wüstenstadt. Gorefans werden bei dem Film auf jeden Fall mit dem sehr gut in Szene gesetzten Anfang und den Massakern gegen Mitte und Ende des Filmes voll auf ihre Kosten kommen. Carpenter versteht einfach immer noch sein Handwerk.Bei den Schauspielern gibt es eigentlich auch nichts zu bemängeln. James Woods spielt hier als obercooler Anführer der Vampirjäger seine wenn nicht beste Rolle seit „Videodrome" und als nette Darstellerbeigaben gibt es noch Sheryl Lee (bekannt als Mordopfer Laura Palmer aus David Lynchs Meisterwerk „Twin Peaks"), sowie Daniel Baldwin, dem die Rolle des etwas eigenwilligen Helfers aufs Gesicht geschrieben ist. Der Stilmix aus Vampirhorror, Splatter, Western und Roadmovie ist dem Horror - Altmeister voll und ganz gelungen. Ohne Längen, mit coolen Darstellern, allen voran James Woods und derber Action ist „John Carpenters Vampire" die perfekte Unterhaltung für einen freucht-fröhlichen Abend.
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