Eine Kritik von Wholelife Crisis (Bewertung des Films: 8/10) eingetragen am 25.01.2009, seitdem 436 Mal gelesen
Der raffinierte Kopf einer erfolgreichen Verbrecherbande sieht sich – kurz bevor er aus dem Geschäft aussteigen und mit seiner Freundin aus Amerika verschwinden will – mit einem äußerst ehrgeizigen und intelligenten Ermittler konfrontiert. Die beiden einzelgängerischen Menschen nehmen zwar in der Gesellschaft genau gegenteilige Positionen ein, entdecken aber durchaus Gemeinsamkeiten in ihrem Verhalten, was sie aber nicht davon abhält, sich gegenseitig effektiv zu bekämpfen.
Ein niveauvoller Thriller, der nicht nur spannende Unterhaltung bietet, sondern sich auch in einmaliger Weise mit den überraschend ähnlichen Charakteren seiner beiden äußerlich gegensätzlichen Figuren auseinandersetzt. Besonders eine Szene bleibt positiv im Gedächtnis hängen: Der Verbrecher Neil McCauly und sein Gegenspieler, der FBI-Ermittler Vincent Hanna gehen zusammen Kaffee trinken und führen ein einzigartiges Gespräch. Überhaupt bezieht der Film einen beträchtlichen Teil seiner Wirkung aus den hervorragenden Dialogen und – mit Robert De Niro und Al Pacino perfekt besetzt – der schauspielerischen Professionalität. Auch die Actionsequenzen wurden perfekt und teilweise sehr aufwendig umgesetzt. Ein insgesamt sehr gelungener Film, dem auch die deutliche Überlänge kaum schadet.
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