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Heat (1995)

Eine Kritik von zeckpetzki (Bewertung des Films: 10/10)
eingetragen am 15.12.2011, seitdem 135 Mal gelesen


Einfach großartig...10.12.2011

Es gibt wenige Filme, bei denen man sich als Zuseher wünscht, daß sie nicht zu Ende gehen, Filme, bei denen man den Darstellern weiter und weiter zusehen möchte...und sehnlichst nach mehr ruft. Der hier besprochene Streifen gehört zweifellos in diese Kategorie, und leider haben alle Filme das gleiche  Problem: sie müssen einmal enden. Schade für den Zuschauer, der soviel minderwertiges Material über sich ergehen lassen muß, aber man kann dem ganzen ja entgehen, indem man sich die DVD zulegt und den Film einfach von vorne guckt. Ich erinnere mich noch gut, wann ich den Klassiker ( als solchen darf man Heat sicher bezeichnen ) das erste Mal gesehen habe: in Hamburg 1996, auf einer großen Leinwand, mit glasklarem Ton und zum Glück im Original. Schon damals drückte mich der finale Bankraub in den Kinositz - und das ist auch heute immer noch nicht anders.

Vordergründig geht es um das ewige Duell zwischen Polizei und Bösewicht. Auf der einen Seite Vincent Hanna, ebenso eindrucksvoll von Al Pacino verkörpert wie sein Gegenspieler Neil McCauley durch Robert De Niro. Neils Bande hat schon einige Raubzüge auf dem Kerbholz, die mit großer Professionalität durchgezogen wurden, und nun soll der finale Coup einen georneten Rückzug ermöglichen. Leider hat man Blut an den Fingern, da beim letzten Überfall auf einen Geldtransporter potentielle Zeugen erschossen wurden. Dies ist der Ansporn für Hanna und sein Team, die Bande endlich dingfest zu machen.

Nebenbei werden noch ein paar andere Storyfäden aufgegriffen, diese aber mit der gleichen Sorgfalt wie die Hauptgeschichte behandelt und samt und sonders zu Ende gebracht. es ist wunderbar, wenn sich die Regie Zeit dafür lassen kann, denn jede noch so winzige Kleinigkeit ist hier sehenswert. Regisseur Mann legt viel Wert auf die umfassende Charakterisierung seiner Protagonisten; niemand ist eindeutig böse oder gut, niemand frei von Fehlern und Schwächen. dazu gesellen sich noch drei perfekt eingefangene Actionsequenzen, insbesondere der finale Bankraub sollte jedem Actionfreund bekannt sein - ein derartiges Bleigewitter hat man zuvor auch aufgrund der Sorgfalt beim Ton noch nicht erlebt.

Es paßt hier einfach alles...die traurige Schlußszene, der einzige Überlebende der Gang, dessen Schicksal aber ungewiß bleibt, die fantastischen Aufnahmen der nächtlichen Stadt - ein Stilmittel, welches Mann auch in seinen späteren Werken wie Collateral, insbesondere aber in Miami Vice verwendet hat - die perfekte musikalische Untermalung, der Verzicht auf Kitsch und Stereotypen...kurzum, der Film ist ein Meisterwerk, und dafür gibt es seltene 10/10.


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