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Mutation 3: Century of the Dead (2002)

Eine Kritik von manhunter (Bewertung des Films: 2/10)
eingetragen am 28.11.2004, seitdem 668 Mal gelesen


Hier haben wir den letzten Teil von Timo Roses' Mutation-Trilogie.
Mr. Goldmann will die Welt erobern und testet dafür ein Elixier, Benny spielt ihn gegen dessen Gegenspieler aus und arbeitet gleichzeitig für eine dritte Partei, während der Dämon Hauser eine Zombie-Armee aufstellt. So fällt der grosse Gangster-Shoot-Out mit einem Zombie-Massaker zusammen...

Das Ganze stellt sich ziemlich chaotisch und zunehmend unübersichtlich dar, das Drehbuch scheint ziemlich unzusammenhängend zu sein. Kann daran liegen, dass ich Teil 1 und 2 nicht gesehen habe, allerdings herrscht auch in anderen Filmen von Timo Rose ein ziemliches Durcheinander. So ist es wahrscheinlicher, dass das Drehbuch einfach schlecht konzipiert ist.

Die Schauspieler kennt man zum grössten Teil aus anderen Rose-Filmen, allzu gut ist keiner davon, höchstens Andreas Pape als Benny kann einigermassen überzeugen. Relativ peinlich ist Krecmar als Wanna-Be-Gangster-Boss Goldmann (die emotionalen Szenen mit seiner Filmtochter sind unfreiwillige Komik pur).

Die Splattereffekte halten sich in Grenzen, vor allem qualitativ, und sind leicht durchschaubar, genau wie das Make-Up. Die Zombie-Armee wirkt da nicht besonders beeindruckend; die ist zudem nicht gerade gross und taucht nur in den letzten Filmminuten auf. Was Effekte angeht, hat sich Rose nicht wirklich verbessert.

Das gleiche gilt auch für Kameraführung und Schnitt. Beides befindet sich auf unterem Amateur-Niveau und ist auf billigem Material gedreht. Ganz besonders ärgerlich sind die optischen Spielereien (Zeitraffer, "altes" Filmmaterial, etc.), die Rose sich nicht verkneifen konnte. Er sollte erst mal versuchen, einen ganz normalen Schnitt einigermassen zufriedenstellend hinzukriegen, bevor er sich als Möchtegern-Tarantino versucht.

Apropo Möchtegern-Tarantino! Die ganze Gangster-Plotte wirkt natürlich nicht im mindesten so "cool", wie Rose das wohl gerne hätte.
Ein grosses Problem des Filmes ist, dass er sich viel zu ernst nimmt. Von den gewollten Gags funktioniert nur ein einziger, der Rest ist unfreiwilliger Humor (z.B. die Zombie-Armee, welche die Strasse entlangschlurft, während Autos friedlich vorbeifahren, erinnert irgendwie an das Schlussbild aus "Voodoo").

Wer eine Schwäche für Hip-Hop hat, kann sich zumindest den Soundtrack antun.

Fazit: "Mutation 3" ist ein Amateurfilm unteren Niveaus, der furchtbar gerne ein cooler Gangster-Zombie-Streifen sein möchte. Dazu fehlt den Machern aber leider das Talent. Rose sollte sich endlich mal die Grundlagen des Filmemachens aneignen.


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