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Dr. Seltsam oder Wie ich lernte, die Bombe zu lieben (1964)

Eine Kritik von Butters (Bewertung des Films: 9/10)
eingetragen am 28.06.2006, seitdem 534 Mal gelesen


Mit der Kriegssatire "Dr. Seltsam oder: wie ich lernte, die Bombe zu lieben" hat Regielegende Stanley Kubrick den absoluten Gipfel seines Schaffens erreicht. Er drehte den politisch völlig unkorrekten Film 1963 kurz nach der Kuba-Krise und während des kalten Krieges und stieß damit auf sehr viel Kritik, was eigentlich auch verständlich ist. Die Story ist sehr ausgefeilt und absolut genial: Amerika, Anfang der 60er: Der durchgeknallte General Ripper wittert einen Angriff der Russen und schickt daher, ohne Einwilligung seitens der Regierung, eine Bomberstaffel Richtung UdSSR. Anschließend verschanzt er sich mit seiner Mannschaft im eigenen Stützpunkt, um die feindlichen Linien abzuwehren. Als der Präsident davon erfährt, benachrichtigt er den Premier der UdSSR, dass es sich um ein Missverständnis handele. Zeitgleich versuchen Truppen zum Stützpunkt Rippers' vorzudringen, um den Rückholcode für die Flugzeuge zu erfahren. Nachdem es ihnen gelungen ist, können alle Flugzeuge zurückbeordert werden bis auf eins: Ein Bomber, der von Sergeant Kong geleitet wird, fliegt weiterhin Richtung Ziel, da er einen technischen Defekt hat und daher keine Signale empfangen kann. Durch einen Bombenangriff würde jedoch die Weltvernichtungsbombe der Russen aktiviert werden. Die Einrichtung sollte die anderen Streitmächte der Welt abschrecken, die UdSSR anzugreifen. Der deutsche Atomphysiker Dr. Seltsam weiß aber einen Weg, wie die westliche Zivilisation als Sieger aus dieser Katastrophe hervorgehen kann. Der Film ist zu keiner Zeit langweilig und auf Albernheiten wird völlig verzichtet. Stattdessen wird auf intelligenten Humor gesetzt, der meistens sehr gewagt ist. Die wenigen Darsteller sind absolut hammermäßig und jeder Dialog passt wie die Faust aufs Auge. Hervorzuheben ist natürlich Peter Sellers, der hier in gleich drei Rollen brilliert. Abgerundet wird der Film mit einer guten Titelmusik, die Wiedererkennungswert hat.

Fazit: Genialer Film bei dem alles stimmt! Sowohl die Story als auch die Darsteller und alles drum herum sind absolut perfekt! Für Filmliebhaber eigentlich PFLICHT! MEILENSTEIN - KULT


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