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Killer Barbys vs. Dracula (2002)

Eine Kritik von Kiste (Bewertung des Films: 1/10)
eingetragen am 18.03.2010, seitdem 138 Mal gelesen


In einem Vergnügungspark gastiert die Punkband Killer Barbys. Als besondere Attraktion soll in dem Park der Leichnam des berühmten Graf Dracula präsentiert werden. Die Genossin Irina ist Leiterin des Transylvanischen Tourismusbüros und liefert den Sarg höchstpersönlich an. Als der tote Dracula allerdings den Killer Barbys Song „Wake Up“ hört, wird er wieder erweckt, entsteigt seinem Sarg und sucht sich seine Opfer. Vampirjäger Dr. Seward und dessen Gehilfe Albinus kommen an, um zu helfen, doch offenbar ist Killer Barbys-Sängerin Silvia Superstar die einzige, die etwas gegen ihn tun kann...
Die Filme von Jesus Franco Manera alias Jess Franco waren schon immer eine Wundertüte. Auf einen gescheiten Film kommen in der Regel 10 Filme die man mehr oder weniger in die Tonne kloppen kann. Dieser hier gehört mal wieder in letztere Kategorie, das Cover verspicht einen heißen Grusel Spaß mit mehr oder weniger bekannten Namen wie Bela B. von den Ärzten, Lina Romay (aber die gehört bei Franco eh zum Inventar, muß wohl im Ehevertrag gestanden haben hehe) und Katja Bienert. In Wirklichkeit ist dieses Machwerk nichts anderes als ein Granateneischlag ins Hirn. Völlig depperte Handlung, zu keinem Zeitpunkt auch nur ansatzweise amüsant, mit grausam chargierenden Darstellern im Overacting-Modus und mit Grusel oder gar Horror hat dieses zelluloidgewordene Armutszeugnis schon mal gar nichts am Hut. KBvs.D ist bestenfalls ein besseres Urlaubsvideo, was auch zur Qualität der technischen Ausrüstung passen würde, oder bestenfalls ein Bewerbungsmusikfilm für die KillerBarbyTruppe, deren Musik zwar ganz eingängig ist, aber muß man in 85 Minuten Länge unbedingt drei voll ausgespielte Songs mischen, das ist doch pure Zeitschinderei. Ein zusammenhängende Geschichte wird sowieso nicht geboten, eher zufällig aneinandergerehte Szenen die ein Schimpanse per Zufallsprinzip aufs Keyboard gehackt hat. Warum der ganze Schmonzes dazu noch die FSK 16 Plakette trägt ist ein weiteres Rätsel, den Film würde ein 10-jähriger mühelos verkraften, mit Gehirnschäden zwar, aber die kommen nicht von übermäßiger Brutalität.
Sorry Jess für die Haßtirade, du hast schon manche gute Filme gemacht, aber die Nummer hier ist eine totale Mißgeburt und gehört in den Marianengraben versenkt.
1/10


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