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Im Blutrausch des Satans (1971)
Eine Kritik von Seb_Intellekt (Bewertung des Films: 4/10) eingetragen am 02.03.2003, seitdem 764 Mal gelesen
Gesehen hab Ich das CCV Bootleg mit grotteschlechtem (super leisem) Ton (!!!!) aber annehmbarer Bildqualität.
Das erste was man wohl über Lamberto Bavas "Meisterwerk" sagen kann, ist dass der deutsche Titel mit einem Teufel wohl kaum was gemein hat und völlig in die Irre zu führen weiss.
Da Ich mir aber vor "Genuß" dieses Streifens schonmal den OFDB Eintrag angesehen habe, wusste Ich also ungefähr, was mich erwartet.
Leider kann Ich den positiven Eindruck der vielen Kritiken zum Film nicht teilen. Ich hab mir das Ding nur in 2 Etappen angucken können, beim ersten Mal hab Ich kurz vor dem Einschlafen noch den Griff zur Fernbedienung geschafft (was _wirklich_ selten vorkam beim Videogucken bisher), die zweite Hälfte heute fand Ich zwar etwas besser, aber als am Ende dann fast alles in völliger Dunkelheit versinkt, hat mir das dann auch den Rest gegeben.
Die Story ist sowas von konfus und am Ende Stück für Stück konstruiert, dass Ich den Film nichtmal mit einem Edgar Wallace Video vergleichen würde, weil die doch sehr viel logischer aufgebaut sind. Die Gewalt geht ok, war aber schon wesentlich besser und motivierter auf der Leinwand zu bewundern (auch in Filmen aus dieser Zeit). Die Atmosphäre hat mich leider überhaupt nicht fesseln können, im Gegenteil, selten fand Ich einen Film so mühsam zum Anschauen. Lediglich eine Szene sehr gegen Schluss, in dem die schöne Fuzz-Gitarre mit den Bongos erklingt, lässt wehmütig Erinnerungen an Argento Perlen wachwerden, aber selbst die Musik im ganzen ist viel zu uninspiriert und verhalten eingesetzt, um als Empfehlung für den Film zu gelten, die deutsche Synchronisation hebt sich leider überhaupt nicht von der unüberschaubaren Anzahl von C bis Z Filmen, die es in den Billigfächern der Videotheken zu kaufen gibt ab.
Das Verbot kann Ich übrigens gut nachvollziehen, wird hier die Gewalt doch permanent als logisch einzig wahres Mittel zum Zweck eingesetzt und bei den Morden wird natürlich immer voll drauf gehalten (egal ob Jung oder Alt).
Das (un-)logische Ende weiss zwar irgendwo zu überraschen(mehr oder weniger), doch leider wirkt alles zu konstruiert und es wird zu sehr versucht, den Zuschauer "auf Teufel komm raus" zu verwirren oder zu verstören.
Summa Summarum also keine Empfehlung und da die Preise für VHS sowieso drastisch in den Keller gehen, würde Ich den Kauf der original Erstauflage nichtmal aus der Sicht als Wertanlage empfehlen, wenn er mehr als ´n 10er kosten sollte.
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