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Breakfast Club - Der Frühstücksclub (1985)

Eine Kritik von enemy (Bewertung des Films: 10/10)
eingetragen am 02.05.2006, seitdem 494 Mal gelesen


John Hughes, der König des Teeniefilms der 80er Jahre, bescherte uns 1985 diese brillante Tragikomödie.

Shermer, Illinios. An einem Samstag müssen fünf Schüler, die unterschiedlicher nicht sein könnten, zusammen nachsitzen. Andy, die Sportskanone (Emilio Estevez); Claire (Molly Ringwald), das beliebte Prinzesschen; Brian (Anthony Michael Hall), der Streber; Allison (Ally Sheedy), die Ausgeflippte und John (Judd Nelson), der Rebell. Es wird ein Nachmittag, auf dem sich alle fünf auf einen Selbstfindungstrip begeben und keiner danach so sein wird, wie worher.


Das ist die simple Ausgangssituation, die Hughes bietet. Und er holt alles raus, was möglich ist. Anstatt eine simple Gagparade abzubrennen, wird der Film mehr und mehr zu einer Charakterstudie, bei der jede der Figuren nicht das ist, was sie vorgibt, zu sein. Hinter jedem Image stecken ähnliche Probleme und die Kids erkennen, dass sie, obwohl im sozialen Welten auseinander, sie gar nicht so verscheiden sind. Hughes legt seinen Protagonisten ausgefeilte Dialoge in den Mund, die auch nicht den nötigen Wortwitz vermissen lassen. Hier sticht vor allem Nelsons Figur, der zynische John Bender, hervor.

Der Spielraum ist relativ eingeschränkt (die Highschool), doch Langeweile lässt Hughes nicht aufkommen. Es gibt eine Menge schräger Ideen, die er einbaut. Sei es die Flucht durch die leeren Gänge vor dem Aufsichtslehrer Vernon (genial - Paul Gleason), Tanz- und Kiffeinlagen in der Bibliothek oder einer sehr merkwürdigen Mittagspause...Laune macht das ganze auf jeden Fall.
Seine wahren Stärken spielt der Film allerdings in den ruhigen Momenten aus, wo man in die psychologische Tiefe der Figuren eindringt. So zum Beispiel, als Brian von seinem geplanten Selbstmord wegen einer schlechten Note erzählt oder Andy wegen dem Druck durch seine Eltern weinend zusammenbricht.

Die Frage, die am Ende aufkommt, nämlich ob alle fünf auch am Montag noch Freunde sein werden, wenn sie wieder in ihre stereotypen Rollen verfallen, wird dem Zuschauer nicht beantwortet, doch man weiß, dass das Leben für jeden von ihnen einen anderen Weg eingeschlagen hat. Somit verabschiedet Hughes den Zuschauer in eine angenehme Leere, die einen bleibenden Eindruck hinterlässt.

Sincerly yours,
The Breakfast Club


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