Eine Kritik von filmhund (Bewertung des Films: 7/10) eingetragen am 16.02.2003, seitdem 294 Mal gelesen
Die US-Version des äußerst erfolgreichen Hongkong-Kultfilms schafft es, wie zu erwarten war, nicht, an sein Vorbild heranzukommen. Soviel nur dazu, ich finde es schade, dass es die Produzenten nicht einmal für nötig gefunden haben, ihre Ideenquelle im Vorspann zu nennen. Aber zum Film selbst: die Geschichte selbst ist so ungewöhnlich, dass sie nur mittels unkonventioneller Regie halbwegs überzeugend rübergebracht werden konnte. Dies hat der Regisseur größtenteils geschafft, denn die Optik ist sehr düster und oft auch bizarr, ebenso die großartigen Effekte. Schwachpunkte sind vor allem die vollkommen mißlungene Eröffnungssequenz, die wie eine unnötige Hommage an das US-Teenygenre wirkt und dass manche der Horrorszenen noch an Intensität hätten gesteigert werden können, wenn nicht durch häufiges Einschieben von Füllszenen die Stimmung verharmlost würde. Aber das fällt wahrscheinlich nur mir auf, der unbedarfte Kinogeher wird zweifellos sehr schockiert und auch verängstigt sein und als nächsten Film wohl eher eine Komödie ansteuern. Ich als Genrefan erwarte nicht, dass der Film im Jahr 2003 nochmal von einer US-Produktion getoppt wird. Das Video selbst erinnerte mich angenehm an so manchen Film von Shinya Tsukamoto.
Fazit: durch Überagierende Darsteller leicht unglaubwürdiges aber eben doch beängstigendes Kino, das man nicht alle Tage sieht.
Härtegrad 4 von 10
Gesamteindruck 7 von 10