Eine Kritik von Dr. Phibes (Bewertung des Films: 7/10) eingetragen am 08.06.2005, seitdem 422 Mal gelesen
„Kite“ ist ein Anime, der eigentlich fast alle Klischees erfüllt, die der Durchschnittsbürger so von japanischen Zeichentrickfilmen hat. Bis auf Tentakel gibt es hier Reihenweise Gewalt und Sex.
Nachdem Tod ihrer Eltern wird die junge Sawa von dem Polizisten Akai aufgenommen. Akai hat genug von dem System, in dem Kriminelle nur noch zu lasch angepackt werden und bildet Sawa als Killerin aus, die Kriminelle, Kinderschänder etc. um die Ecke bringt, wer würde schon einen Teenager verdächtigen. Sawa lernt Oburi kennen, der ebenfalls für Akai tötet. Beide werden Freunde und erkennen schon bald, dass Akai nicht der große Wohltäter von Sawa ist...
Nicht mal eine Stunde geht dieser Anime, hat man es aber dennoch geschafft, ihn randvoll mit Sex und Gewalt zu bepflastern. Was richtig los ist, erfährt man zu Begin eigentlich nicht, man sieht halt nur Sawa als Killerin, die die Menschen tötet, die Akai ausgewählt hat. Erst später erfährt man mehr von Sawa, warum sie zu Akai kam etc.
Bis dato jedoch biete „Kite“ harte Actionkost gepaart mit Sexszenen. Neben blutigen Shotouts werden die Opfer hier auch noch durch spezielle Kugeln zerfetzt, die erst im Inneren der Opfer explodieren. So gibt es Blut ohne Ende, denn Sawa und Kollege Oburi töten nicht nur einmal. Teilweise ganze Räume werden gesprengt, so dass der Action-Fan einiges zu sehen hat. Zeichnerisch ist „Kite“ zwar nicht mehr das, was heute Standart ist, aber man kann mit der Optik über weite Strecken sehr gut leben. Natürlich ist hier bewusst alles überzeichnet, eben wie die Japaner Frauen gerne hätten. Sawas Brüste sind fast riesig und scheinen aus Silikon zu sein, jedenfalls hat man diese Auffassung, wenn man die Animationen sieht.
Sex gibt es hier auch, zwar nicht massenhaft, aber es reicht. Es bringt die Story zwar nicht wirklich weiter, man muss sich halt damit arrangieren. Dabei geht es auch recht graphisch zu, man sieht einiges. Im Vordergrund steht zum Glück aber die zahlreichen Actionszenen und die Handlung.
Trotzdem könnte man sagen, „Kite“ ist um einiges zu kurz. Selbst in der längsten Fassung läuft Kite nicht mal eine Stunde, so nimmt der Film ein rasantes Tempo auf. Viel geredet wird kaum, entweder fliegt was in die Luft, Menschen weder zerschossen oder die Protagonisten haben Sex. So wirkt da sende schon ein wenig vorschnell und wenn man mal für 2 Minuten aus dem Zimmer gehen sollte, verpasst man schon einiges und versteht dann gar nichts mehr.
Fazit: „Kite“ ist ein harter Anime für Erwachsene, denn fast alle Szenen sind nicht für Kinder geeignet, seien es die zahlreichen Gewaltszenen oder die hardcoremäßigen Sexszenen. Aufgrund der geringen Laufzeit wird es nicht langweilig und man wird kurzweilig gut unterhalten. Die Story enthält keine Quantensprünge und der Film ist meiner Meinung auch ein wenig zu kurz. Sonst aber empfehlenswert.