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Forsaken (2015)

Eine Kritik von (Bewertung des Films: 6 / 10)
eingetragen am 02.08.2016, seitdem 374 Mal gelesen



„Forsaken" (Kurz und schmerzlos Teil 33)

Kiefer und Donald Sutherland vereint in einem Film, noch dazu als Vater und Sohn, da kann man schon mal einen Blick riskieren. Nicht nur als Western-Freund, aber als der erst recht. Auch wenn „Forsaken" die Pferdeoper nicht gerade neu erfindet, oder vielleicht gerade deshalb.

Klar, den kampfesmüden Gunslinger, den es auf seine alten Tage zwecks beschaulichem Lebensabend in heimatliche Gefilde treibt, haben wir schon öfter bei seinem hoffnungslosen Unterfangen begleitet. Und sind wir mal ehrlich, natürlich wollen wir ihn wieder zum Colt greifen sehen und nicht beim Bestellen der väterlichen Äcker beobachten. Obwohl Kiefer, also John Henry Clayton, das auch tut, aber glücklicherweise nur temporär. Denn das Böse lauert auch im verschlafenen Fowler, Wyoming.
Und mit dem Baddie-Schwergewichts-Doppel Brian Cox - als raffgieriger, skrupelloser Großgrundbesitzer McCurdy sowie Michael Wincott - als zwielichtiger Auftragskiller Dave Turner - ist definitiv nicht zu spaßen. Den vorprogrammierten Ärger kann dann natürlich auch Clayton Senior (also Donald S.), kraft seines Reverend-Amtes quasi von Berufs wegen friedliebend und sowieso schon immer auf Kriegsfuß mit der Karriere des Sohnemanns, nicht verhindern.

Bis zum bleihaltigen Showdown lässt sich „24"-Macher Jon Cassar (u.a. Regisseur von 58 Episoden) allerdings reichlich Zeit, den schwelenden Vater-Sohn-Konflikt aufzudröseln (was anhand der realen Äquivalenz-Konstellation durchaus seinen Reiz hat) und die ländliche Idylle mit erlesenen Bildern zu veredeln (was zumindest nett anzusehen ist). Ach ja, für ein wenig Romantik  ist auch gesorgt. Demi Moore darf als Kiefers Jugendliebe mal wieder ihr runderneuertes Äußeres präsentieren, ohne darüber hinaus sonderlich zu stören.

Mehr Spaß machen naturgemäß die bösen Jungs und da schert „Forsaken" nicht aus. Cox ist ohnehin eine Bank, wenn es um hinterhältige Typen geht, die zudem Freude an ihrer bösen Gesinnung haben. Noch interessanter ist diesmal aber Wincott, der die einzig ambivalente Figur abbekommen hat und dies genüßlich auskostet. Schade nur, dass Cassar ihn nie so richtig von der Leine lässt und ihn zu sehr in der Hinterhand behält. Hätte auch Kiefers Charakter gut getan.

Das muss man natürlich alles nicht zwingend gesehen haben, zumal der Redundanz-Faktor recht offensiv zur Schau gestellt wird. Allerdings Jack Bauer mit seinem Hausregisseur und leiblichem Vater auf John Waynes Spuren hat was. Außerdem sollten wir Kiefer nicht ausgerechnet dann im Stich lassen, wenn er endlich mal was Neues versucht.

Fazit:
Formelhafter Western nach klassischem Strickmuster, dessen Hauptattraktion das reale wie filmische Vater-Sohn-Duo Kiefer und Donald Sutherland liefern. Die Optik ist schön, Demi Moore immer noch ansehnlich und das Fieslings-Doppel Brian Cox / Michael Wincott eine exquisite Zutat.


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