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Operation Ganymed (1977)
Eine Kritik von Adam Kesher eingetragen am 03.10.2007, seitdem 730 Mal gelesen
Nach über vier Jahren kehrt eine verschollen geglaubte Expedition vom Jupitermond Ganymed zurück. Da die Funksprüche der Besatzung von der Erde nur mit Schweigen beantwortet werden, muss die Mannschaft an der mexikanischen Küste notlanden. Völlig auf sich allein gestellt brechen die fünf Männer in die menschenleere Wüste auf…
Nach einem kurzen Prolog hält der Film sich dicht an der Seite seiner von der entbehrungsreichen Mission ausgelaugten Figuren, die zwischen Selbstüberwindung und Selbstaufgabe hin- und hergerissen sind und nach einem Grund suchen, an ihrem beschwerlichen Marsch durch verlassene Zivilisationsruinen festzuhalten, ein angesichts sengender Hitze, schwindender Vorräte und ausbleibendem Menschenkontakt immer aussichtsloser erscheinendes Unterfangen. Die stimmungsvoll bebilderte, psychologisch fesselnde, mit erstaunlichen Fieberträumen effektvoll dramatisierte Notsituation entwickelt sich zusehends zu einem tragischen Bußgang der hochmütigen Himmelsstürmer, der zwischen den Zeilen die kritische Frage aufwirft, welchen Stellenwert der Mensch dem wissenschaftlichen Ertrag – dem vorgeblichen Ziel seiner Forschung – letztlich überhaupt noch zugestehen kann, wenn sein Handeln längst nur noch von Pionierdrang, Machbarkeitsehrgeiz und Ruhmsucht bestimmt ist.
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