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Demonlover (2002)

Eine Kritik von Sarge@the.movies (Bewertung des Films: 3/10)
eingetragen am 23.04.2006, seitdem 233 Mal gelesen


Die schöne Diane hat sich mit List und Tücke an die Spitze eines Film-Konzerns hochgearbeitet und soll hier einen wichtigen Internet-Porno-Deal unter Dach und Fach bringen. Als sie entdeckt, dass einer ihrer Partner in spe eine illegale Folterseite betreibt, wird sie selbst Opfer einer perfiden Intrige und gerät in einen Strudel sadomasochistischer Abhängigkeiten.

Kritik:
Demonlover startet als Wirtschaftskrimi. Der Film nimmt sich viel Zeit um die Wirtschafts-Spionin Diane einzuführen, die von der Konkurrenz bezahlt wird, um Vertragsverhandlungen in der Anime-Branche zu sabotieren. Genauer gesagt handelt es sich um Hentai, also pornographische Animes für Erwachsene und dazugehörige Webseiten.
Man beginnt sich schon ein wenig zu fragen, wohin der Film eigentlich steuert, als das Handlungstempo sich plötzlich verschärft. Diane wird entdeckt, es kommt zu Gewalttätigkeiten und man erpresst sie.
Im Schlussdrittel nimmt der Film dann eine ziemliche Wendung und steuert auf ein Ende zu, dass leicht erahnbar ist.

Man merkt dem Film die Ambitionen an, die jedoch leider ins Leere laufen. Zunächst fällt es schon mal recht schwer einen Zugang zu bekommen. Hauptproblem des Films scheint mir, dass die Hauptfigur Diane (aber auch ihre Kollegen) unsympathisch ist, und man deshalb kein besonderes Interesse an ihrem Schicksal hat.
Dazu kam bei mir, dass ich die Handlung ein wenig unglaubwürdig fand. Ab der Stelle, als die Gewalttätigkeiten zunahmen schien es mir immer schlimmer zu werden. Der Film entfernte sich zunehmend vom Wirtschaftsthriller und steuerte in eine surreale SM-Szene.
Positiv formuliert würde ich sagen, dass man versucht hat dem Film eine gewissen David Lynch-Touch zu geben.
Negativ formuliert scheint der Drehbuchautor sich mit den angestrebten Themen übernommen zu haben.

Der Film zieht sich einfach zu zäh dahin, vor allem anfänglich, wenn ewig die Verhandlungen in Tokio gezeigt werden.
Zum Schluss hingegen scheint der Film den Zuschauer dann nur noch schocken zu wollen, was nicht besonders gut klappt und im totalen Kontrast zum vorherigen Stoff steht. So crasht die Bewertungskurve denn auch zum Schluss erst so richtig nach unten.
Die FSK 18 Einstufung ist sicher schmeichelhaft. Bis auf einige Porno-Einblendungen (die gepixelt sind) aber eigentlich nicht nötig.

Fazit: Ein unausgegorener Thriller, der seine Schwächen mit Tabuthemen wie extremem SM und unausgesprochenen Snuff-Theorien überspielen will. Muss man keinesfalls gesehen haben.


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