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Bowling for Columbine (2002)
Eine Kritik von höllenrasierer (Bewertung des Films: 10/10) eingetragen am 26.11.2002, seitdem 1094 Mal gelesen
Der amerikanische Dokumentarfilmer und Schriftsteller Michael Moore (sein neues Buch "Stupid White Men" wurde zum Bestseller) drehte mit "Bowling for Columbine" einen Film über den Waffenwahn seiner Landsleute, zeigt die Wurzeln und Ursachen der Gewalt in einer Gesellschaft, die von Angst regiert wird. Moore begibt sich auf eine bizarre Spurensuche in die verlogene, heile Welt Amerikas. Der Film ist hochaktuell, bissig, kritisch, politisch, aber auch sehr witzig und unterhaltsam bis zum Schluss. Er ist eine geschickte Montage aus Interviews mit den unterschiedlichsten Menschen (bsp. mit Opfern von Highschool-Amokläufen, mit "NRA"-Präsi Charlton Heston, mit Rocker Marilyn Manson etc.), Nachrichtenschnipseln und Cartoons. Moore aber zeigt nicht nur die Bilder, sondern wird auch selbst aktiv. So erreicht er, dass die Supermarkt-Kette, in der sich die Columbine-Amokläufer mit Kugeln eingedeckt hatten, die Munition aus dem Angebot nimmt. Nebenbei verhöhnt er die oberflächlichen Schuldzuweisungen der Konservativen (Filme, Videospiele, Rockmusik).
Mit "Bowling for Columbine" hat Michael Moore wohl nicht nur einen der besten, sondern auch einen der erfolgreichsten Dokumentarfilme aller Zeiten gedreht (wurde in Cannes als erste Doku seit 46 Jahren mit dem Spezialpreis ausgezeichnet, Doku-Einspielrekord in den USA).
Ein Muss für jeden kritischen Filmfreund!
Rating: 10/10
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