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Bowling for Columbine (2002)
Eine Kritik von John T. Chance (Bewertung des Films: 10/10) eingetragen am 13.06.2003, seitdem 395 Mal gelesen
Michael Moore machte sich auf, etwas mehr über die Hintergründe des Schulmassakers von Littleton zu erfahren. Was ihm letztendlich gelang, ist eine (zurecht Oscar-gekrönte) Dokumentation über die Lust der Amerikaner am Waffenbesitz.
Dieser Film müsste nicht nur in den USA zum Pflichtprogramm in allen Schulen gehören. Derartig direkt und entlarvend gelang es wohl selten einem Dokumentarfilm, ein so kontroverses Thema wie den Waffenbesitz/bzw. –verkauf und ihre Folgen für die amerikanische Gesellschaft zu schildern. Dabei ist es geradezu beängstigend, wie wenig aussagekräftig die Argumente der Befürworter tatsächlich sind (v.a. die der „NRA“). Ein alter gebrechlicher Charlton Heston (der übrigens auch in der Rolle des rassistischen Daddys von Billy Bob Thornton in „Monster’s Ball“ eine gute Figur gemacht hätte) schiebt die unwiderruflichen Statistiken der Waffenmorde auf eine blutigere amerikanische Geschichte! Und Menschen mit diesen platten Argumenten stehen auf den Podien bei „Pro-Waffen-Kundgebungen“ ganz oben, nur weil sie berühmt sind.
Dieser Film macht wütend und es bleibt abzuwarten, ob sich in den USA tatsächlich etwas ändert in puncto Waffenverkäufe. Die Vergleiche mit Kanada waren mir in dieser Form auch nicht bekannt, z.B., dass dort niemand die Türen abschließt. Es bleibt festzuhalten, dass Michael Moore die USA als ein total verängstigtes Land entlarvt hat, indem sich das Mißtrauen unter den Menschen in den nicht zu widerlegenden Zahlen der Todesopfer durch Waffen spiegelt.
Shame on you, Mr. Bush!!!
Klare 10/10!
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