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Nosferatu - Eine Symphonie des Grauens (1922)
Eine Kritik von sid.vicious (Bewertung des Films: 10/10) eingetragen am 04.09.2011, seitdem 87 Mal gelesen
Graf Orlok will in Wisborg ein Haus kaufen. Er kontaktiert schriftlich den Makler Knock. Dieser schickt seinen Sekretär Hutter zu Graf Orlok nach Transsylvanien, um mit dem Grafen die Foramlitäten abzuwickeln. Hutters Frau, Ellen hat allerdings eine böse Vorahnung und will ihren Mann von der Reise abhalten, was ihr nicht gelingt. Ihre Vorahnungen bestätigen sich allerdings.
1922 ist das Jahr in dem der Film erschienen ist. Fast 90 Jahre liegen zwischen diesem Zeitpunkt und der Gegenwart. Eine Gegenwart, die zum damaligen Zeitpunkt wohl unverstellbar war und eine Gegenwart, dessen in ihr Lebende, Murnaus Film zu 98 % mit Sicherheit nicht zu schätzen wissen. Warum ich das erwähne? Nun, weil der Unterschied zwischen dem heutigem High Tech 3D Surround, innerhalb überdimensionaler Filmpaläste und Murnaus minimalen, (allerdings überdimensional wirkenden) Film, nicht größer sein könnte. Mag Murnau innerhalb seines Werks von der Pest reden, so ist diese fast gleichbedeutend mit der heutigen Ignoranz eines Fehlmanövrierten und Mediengeschädigtem Kinopublikum der Gegenwart.
Murnaus Film mag auf den ersten Blick minimal wirken, ein Stummfilm mit theatralischen Schauspielern. Hat man jedoch Sinn und Absicht erkannt, so kann fast jedes Bild innerhalb des Films zu einem eigenständigen Gemälde werden. Die Kameraleute Fritz Arno Wagner und Günther Krampf, leisten allerbeste Arbeit. Es werden Unheilverkündende Schattenspiele eingefangen, so wie auch die bösartige Präsentation von Sachgegenständen. Hiermit ist z.B. Orloks Schloss in Transsylvanien und das Schiff mit dem er in Wisborg eintrifft, gemeint. Es sind Vorboten des Bösen, die sich in depressiven Bildern niederlassen. Murnau setzt weiterhin sehr viel daran, dem Zuschauer die Gefahr der Nacht zu vermitteln. Deren augenzwinkernde Verlockung des Bösen, die den Menschen in Angst und Schrecken vor dem Unbekannten, fallen lässt. Sonnenstrahlen werden wiederum als Zeichen der Stärke gesehen, die dem Menschen Kraft und Überzeugung liefern.
Fazit: Ein sehr wichtiger Film für das gesamte Horrorfilm-Genre, der großen Einfluss auf spätere Regisseure ausüben konnte.
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