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25 Stunden (2002)

Eine Kritik von JasonXtreme (Bewertung des Films: 10/10)
eingetragen am 14.10.2009, seitdem 156 Mal gelesen


Monty ist Anfang 30 und Drogendealer – leider verbringt er seine letzten 24 Stunden in Freiheit, da er verpfiffen wurde und nun 7 Jahre Haft antreten muss, vor denen er eine verfluchte Angst hat. Diese letzten Stunden verbringt er zusammen mit seinem Hund, seinen Freunden, seiner Freundin, seinem Vater und vor allem einem: Seinen Gedanken….

Mehr braucht man zu diesem Meisterwerk von Spike Lee nicht zu sagen. Es ist einfach Jammerschade, dass dieser Film dermassen unterging – aber so wie es aussieht haben die Menschen einfach keine Lust mehr auf ruhige, kleine und vor allem intelligente Filme die zudem auch noch super inszeniert und gespielt sind.

Die Darsteller sind allesamt herausragend! Sei es Edward Norton als Monty, Barry Pepper und Philip Seymour-Hoffman als seine Freunde, Rosario Dawson oder Anna Paquin,… bis in die kleinste Rolle einfach perfekt besetzt.

Die Story nimmt anfangs recht langsam Form an – und dies behält sich der Film bis zum Ende vor. Das passt aber hervorragend, weil man immer tiefer in die Gedanken- und Gefühlswelt von Monty und seinen Freunden hineingesogen wird – eine Welt die nicht nur aus Eitelsonnenschein besteht, aber immer doch einen Funken Hoffnung parat hat.

Das ist auch die Grundessenz die einen den Film so wahnsinnig verinnerlichen lässt. Die Hoffnung ist da, verliert sich aber auch wieder. Die Möglichkeiten die erkannt wurden, leider zu spät. Die Option auf Veränderung, einen Neuanfang ist da – und sie liegt stets bei der jeweiligen Person selbst. Jeder Mensch hat sein Leben in der Hand – wie er es gestaltet, welchen Weg er geht – das bleibt ihm selber überlassen. Andere können Bezug auf einen nehmen um den richtigen Weg einzuschlagen – aber selbst das unterliegt diversen Umständen die man eben oft nicht wahrnimmt oder einfach links liegen lässt – das müssen auch Montys Freunde schmerzlich erkennen – und das ist im wirklichen Leben nicht anders.

Allein die Szene in der Monty seinen ganzen Hass auf die Welt herausschreit als er in einer Kneipentoilette vor dem Spiegel steht hat soviel Kraft, dass es einem wirklich eine Gänsehaut über den Rücken jagt.

Ich will und kann einfach nicht mehr dazu sagen – von mir eine klare 10/10 Punkten und eine klare Kaufempfehlung für jeden der mit solchem Gefühlskino nur ansatzweise was anfangen kann.


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