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Stunde des Jägers, Die (2003)

Eine Kritik von JasonMichealFreddy (Bewertung des Films: 7/10)
eingetragen am 31.10.2005, seitdem 403 Mal gelesen


Tommy Lee Jones jagt Benicio Del Toro durch die Wälder Oregons.

Story:
Im Kosovokrieg war Aaron Hallam (Benicio Del Toro) Mitglied einer Spezialeinheit, die gegen Kriegsverbrecher vorgehen sollte. Bei zahlreichen Einsätzen musste er mit ansehen, wie hilflose Frauen und Kinder kaltblütig ermordet wurden, ohne dass er etwas dagegen tun konnte. Da solche Erfahrungen selbstverständlich nicht ohne Nachwirkungen bleiben, rächt er sich nun an denjenigen, die seiner Meinung nach Unrecht begehen. Ds FBI bittet bei der Aufklärung des Falls um Hilfe seines ehemaligen Ausbilders L.T. Bonham (Tommy Lee Jones), der sich eigentlich schon vor einiger Zeit zur Ruhe gesetzt hat. Dennoch ist es ihm ein Bedürfnis, seinen Schützling zu finden und wieder auf den richtigen Pfad zu bringen...

Die Vorlagen für "Die Stunde Des Jägers" sind schnell gefunden: Ein bisschen "Rambo" und das grobe Konzept von "Auf Der Flucht", schon ist der Actionthriller fertig. Und doch vermag der Film nicht so recht mitzureißen. Vielleicht liegt es an der etwas spannungsarmen Inszenierung, irgendetwas fehlt ganz einfach.

Vor allem dem Versteckspiel zwischen Jäger und Gejagtem fehlt es an packenden Momenten. Das wurde bei "Auf Der Flucht" wesentlich besser gelöst. Es ist schon irgendwie seltsam, dass Tommy Lee Jones bereits nach 10 Minuten auf seinen ehemaligen Schüler stößt, während das FBI sich in der Zwischenzeit bereits den Wolf gesucht hat. Das dürfte auch der Knackpunkt sein. Die Hetzjagd hätte man nicht durch unnötige Szenen unterbrechen sollen, als Del Toro seine Ex-Freundin und dessen Tochter einen kurzen Besuch abstattet. Das bringt die Handlung nicht voran und nimmt dem Film nur unnötig das Tempo.

Positiv stimmen hingegen die Actionszenen. Die sind entgegen des PG13-Trends schön blutig ausgefallen und werden auch nicht durch Schnitt-Stakatto unübersichtlich dargestellt. So sind also bei den Einschüssen und Einstichen sämtliche blutige Details zu sehen. Von daher ist das R-Rating bzw. die Freigabe ab 18 durchaus gerechtfertigt. Leider entschädigt das nicht gänzlich für die nicht durchgehend vorhandene Spannung. Schade drum, aber da wäre durchaus mehr drin gewesen.

Fazit: Trotz toller schauspielerischer Leistungen und gelungenen Actionszenen eine nur "gute" Bewertung, da es dem Film nicht gelingt, den Spannungsbogen konsequent aufrecht zu erhalten. Eine längere Hetzjagd ohne dauernde Versteckspiele, dafür noch ein paar mehr Tote und die Sache sähe schon anders aus. Reinschauen kann man aber auf jeden Fall mal.

7 von 10 Punkten


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