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Stunde des Jägers, Die (2003)

Eine Kritik von Grottenolm-84 (Bewertung des Films: 3/10)
eingetragen am 23.01.2006, seitdem 311 Mal gelesen


Ich habe mir den Film gestern auf DVD ausgeliehen und hatte eigentlich, trotz der schlechten Kritiken mit einem ,zumindest spannenden, Action-Thriller gerechnet. Die Besetzung ist mit Tommy Lee Jones und Benicio Del Toro, der zu meiner Ansicht nach zu besten Schauspielern überhaupt gehört, ja auch wirklich nicht schlecht. Meine Erwartungen wurden allerdings bitter enttäuscht.

Story: Der Film handelt von einem Killer einer Spezialeinheit (Benicio Del Toro), der wahnsinnig geworden ist und jetzt wahllos Unschuldige in Wäldern tötet. Sein ehemaliger Ausbilder (Tommy Lee Jones) wird damit beauftragt ihn zur Strecke zu bringen.

Inhalt: Die Story um einen durchgeknallten Ex-Soldat kennt man ja schon zur Genüge. War jedoch bei Rambo noch wenigstens ein bißchen Wert darauf gelegt worden zu zeigen warum es dazu kommt, hält sich dieser Film nicht lange mit Charakteren auf sondern legt gleich mit der Action los. So erfährt man eigentlich nichts über den Killer und warum zu dem geworden ist. Es wäre doch eigentlich interessant gewesen einen Blick in dessen kaputte Psyche zu werfen und die Intention zu verstehen. Aber es werden nur vage, planlose Andeutungen gemacht. Ebensoweing erfährt man die Bedeutung des Ausbilders für den Killer, was die Rolle im Prinzip absolut überflüssig macht. Wie alles andere inhaltliche wird es bloß sehr kurz angeschnitten. Und so fragt man sich spätestens nach einer halben Stunde was das Ganze eigentlich soll und worum es denn geht. Und so kommt auch irgendwie keine Spannung auf obwohl die Kampf-und Actionszenen nicht schlecht inszeniert sind.

Darsteller: So emotionlos wie Tommy Lee Jones den ganzen Film lang agiert fragt man sich ob er mit seinen Gedanken überhaupt bei der Sache ist. Vielleicht dachte er auch darüber nach wie er bei bloß solch einem Machwerk einsteigen konnte. Völlig sinnlos stapft er von Szene zu Szene wirkt dabei sowas von gelangweilt und unterfordert. Nicht viel besser spielt Del Toro. Seine Rolle als kaltblütiger Killer wirkt absolut unglaubwürdig. Wahrscheinlich hätte man ihnen mehr Gelegnheit geben sollen ihren Charakteren mehr Tiefgang zu verleihen.

Effekte/Musik: Musikuntermalung und Actionsequenzen sind eigentlich ganz ok. Auch die Messerkämpfe können durch ordentliche Choreographie überzeugen. Die gute Kameraführung ist ebenfalls noch hervorzuheben.

Fazit: Ein völlig überflüssiger, sinnfreier Mix aus Auf der Flucht und Rambo mit 2 unterforderten Hauptdarstellern, der zu keinem Zeitpunkt zu überzeugen weiß.


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