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Stunde des Jägers, Die (2003)

Eine Kritik von dekkker (Bewertung des Films: 3/10)
eingetragen am 06.05.2003, seitdem 1289 Mal gelesen


THE HUNTED ist nun wirklich nicht gerade das was ich erwartet habe. Und das meine ich eher zum Negativen hin.

Dieses Review enthält ein paar seichte Spoiler. Allerdings nichts was man sich nicht e hätte denken können. Also auch wenn Du den Streifen noch nicht gesehen hast, kann dieses Review für Dich sein.

Story: Irrer Ex-Elite-Soldat (del Toro) metzelt in einem Wald in British Columbia Leute und sein ehemaliger Ausbilder (Jones) jagt ihn. Ende. Mehr gibt's nicht. Der Film verstrickelt sich später noch kurz in eine Beziehungsepisode zwischen dem Messer-Monster und seiner Ex und deutet ab und zu noch eine Story-Underline an, daß irgendwie alles mit einer Verschwörung zusammen hängt, und das der Messerstecher gar nicht irre ist, sondern auf der Flucht von Leuten die ihn ermorden wollen.
Was nun die genaue Wahrheit ist, wird völlig links liegen gelassen. Deswegen wirkt der ganze Streifen weniger als halbherzig. Die Story kann man also problemlos auf den Plot Jones-jagt-Toro runterbrechen.

Und was wir dann sehen ist ein 60minütiger Flucht-Sprint durch eine Stadt. Jones und ein Haufen Cops (inkl. einer völlig nebensächlichen und absolut langweilligen FBI-Dame, die aus irgendeinem unerfindlichen Grund einen recht großen Part, ja eigentlich schon die dritte Hauptrolle innehat.
Dann läuft es immer gleich: Del Toro ist verschwunden, Jones findet ihn. Dann isser wieder wech und Jones findet ihn wieder usw. Am Ende gibt's den Messer-Endfight zwischen Jones und del Toro.

Der ganze Film ist wirklich sehr langweillig und erfreut das Herz des einen oder anderen Filmblut-Fans lediglich durch die teilweise ziemlich deftige Schlitzer-Gewalt (so wird einem serbischen Soldaten gleich zu beginn dreimal ein Messer übers Gesicht gezogen, und die Schlitzerrei die sich Toro und Jones am Ende liefern rechtfertig voll und ganz die 18er Freigabe.
Wer aber neben der sporadischen heftigen Gewalt auch noch irgendwo eine spannende Story erwartet hat, wird enttäuscht.

Einziger Lichtblick: Tommy Lee Jones spielt mal wieder sehr hübsch. Sicher keine Meisterleistung (in diesem lahmen Schlitzer-Streifen auch schlecht möglich), aber ich als Fan finde ihn eigentlich immer cool (auch dank dieser perfekten Synchro-Stimme).
Del Toro sieht den ganzen Film über... echt zugekifft aus. Immer schielt er pseudo-geheimnisvoll und völlig neben sich stehend durch die Gegend, und zeigt ein Minimum an Emotionen. Wirkt allerdings nicht kaltblütig und cool, sondern gelangweilt.

Sicher zur Zeit der blutigste Film im Kino, aber mehr als literweise Blut und viele totgeschlitzte Menschen gibt's hier nicht.... schade eigentlich.


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